Krankenhaus-Seelsorge

Seit November 2007 besuchen wir Gemeindeglieder unserer Pfarrgemeinde im Stockerauer und Hollabrunner Krankenhaus. Wir, das sind Juliane Kerschl, Irmi Lenius und Pfr. i.R. Robert Kauer, machen uns einmal pro Woche auf, um den Patienten Zeit und Gehör zu schenken.

Sorgen, Langeweile, Einsamkeit?

Jeder, der schon einmal im Krankenhaus verweilen musste, weiß, dass dort neben Schmerzen auch Sorgen, häufig Langeweile und vielleicht sogar Einsamkeit herrschen können. Wir begegnen neben jungen Menschen, die wegen Routineoperationen glücklicherweise nur kurz stationär behandelt werden, auch zahlreichen älteren Menschen, die nicht wissen, wann sie das Krankenhaus wieder verlassen können. Ihnen allen wollen wir Licht in der Dunkelheit sein, einen Funken Hoffnung mitgeben, den gleichförmigen Alltag bereichern – und sei es nur durch das Einschenken einer Tasse Tee oder mit einem kurzen Gespräch.

Besuchen und besucht werden haben etwas Positives an sich. Beides holt die Patienten und uns aus dem Alltäglichen heraus. Und wer durch seine Krankheit an den Rand der Gesellschaft gerückt ist, wird in die Mitte gestellt – in unsere Mitte.

Von einer gelungenen Begegnung werden PatientInnen und auch wir Krankenhausseelsorgemitarbeiterinnen beschenkt.

(Irmi Lenius)

Ein Tropfen möchte ich sein.
Nicht auf den heißen Stein – sondern im Meer.

Ein Windhauch möchte ich sein.
Nicht im schwülen Sommer – sondern im Sturm.

Eine Flamme möchte ich sein.
Nicht in der einsamen Laterne – sondern im Feuer.

Ein Samenkorn möchte ich sein.
Nicht um schön zu blühen – sondern fruchtbar sein.

Ein Mensch möchte ich sein.
Nicht für mich allein – sondern für dich.