JA zur Zukunft

Wir leben in einer Zeit des Wandels. Wie wir mit der Schöpfung umgehen und wie wir wirtschaften – als Privatpersonen, Pfarrgemeinden, Gemeinschaften oder Kirchen – hat mit unseren grundlegenden Glaubensüberzeugungen zu tun.

Während der 10. Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen 2013 in Busan wurden Christinnen und Christen und alle Menschen guten Willens überall auf der Welt aufgerufen, sich der gemeinsamen Reise der Gerechtigkeit und des Friedens anzuschließen. Das ökumenische Engagement für Klimagerechtigkeit wurde dabei nachdrücklich bekräftigt. „Ökologische Gemeinden“ und „grüne Kirchen“ sind „Zeichen der Hoffnung“, betonte die Vollversammlung in ihrer Erklärung über den Weg des gerechten Friedens. Weiters wurde auf die Notwendigkeit, eine „Ökonomie des Lebens“ zu schaffen, hingewiesen, um den sozioökonomischen Ungerechtigkeiten entgegenzusteuern: „Eine Ökonomie des Lebens fördert den sorgsamen Umgang mit Ressourcen, die nachhaltige Produktion und den nachhaltigen Verbrauch, ein auf Umverteilung ausgerichtetes Wachstum, die Arbeiterrechte, gerechte Steuern, fairen Handel und die Versorgung aller Menschen mit sauberem Wasser, sauberer Luft und anderen Gemeingütern.“ Den gesamten Wortlaut der Erklärung finden Sie hier.

Der Aufruf gab Anstoß zu Initiativen auf vielen verschiedenen Ebenen in den Mitgliedskirchen und bei ökumenischen PartnerInnen. Die Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes forderte in ihrer Schlussbotschaft 2017 die lutherischen Kirchen dazu auf, alternative Wirtschaftsmodelle auf jeder Ebene zu erproben. 

Die Sorge um die Bewahrung der Schöpfung gehört zu den zentralen Aufgaben der Evangelischen Kirchen in Österreich. Ihr Auftrag ist es Zukunftsverantwortung zu übernehmen und für eine nachhaltige, umwelt- und generationengerechte Politik einzutreten. Nachhaltigkeit bedeutet Einsatz für gerechte Lebensbedingungen und einen schonenden Umgang mit der Natur auf Zukunft hin.

Wir sehen es als unsere Verpflichtung, die Erde auch für nachfolgende Generationen lebenswert zu bewahren. Durch persönliche Konsumentscheidungen und Lebensstile gestalten wir tagtäglich die Welt mit, haben Einfluss darauf, wie sehr wir unsere Umwelt schädigen oder schonen.

Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit

Denkanstöße zu den Themen Energie und Klima, Einkauf, Garten und Ernährung, Lebensdienlich wirtschaften und Vernetzung, die wir in dieser und den nächsten Ausgaben unserer Gemeindenachrichten vorstellen, sind als Wegweiser zur zukunftsfähigen Gemeinde zu verstehen und decken ein möglichst breites Themenspektrum ab. Es geht um die gemeinsame Absicht, einen bewussten, zukunftsfähigen Lebensstil zu praktizieren. 

Energie und Klima

Sparsamer Umgang mit Energie und Material

Wir gehen bewusst, sorgsam und sparsam mit Energie und Material um.

Jeder Verbrauch an Material muss doppelt bezahlt werden – beim Kauf und bei der Müllentsorgung, außerdem benötigt jede Produktion           Energie. Jede Energieverschwendung kostet Geld und schadet dem Klima. Deshalb ist unser Nutzungsverhalten neben sinnvollen Energieeffizienzmaßnahmen von besonderer Wichtigkeit. Oft haben bereits kleine Umstellungen wie doppelseitiger Druck oder schaltbare Mehrfachsteckdosen große Wirkung.

Energiedaten erfassen und Umstieg auf erneuerbare Energien

Wir kontrollieren unseren Verbrauch und setzen uns konsequent für den Umstieg auf erneuerbare Energien ein.

Der Verbrauch fossiler Energie geht auf Kosten des Klimas. Der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern kann nur gelingen, wenn der Heizenergieverbrauch deutlich reduziert und der Stromverbrauch zumindest stabilisiert wird. Dazu ist es nötig, die Verbrauchswerte zu kennen und sich im Weiteren konkrete Einsparungsziele zu setzen. Der Umstieg auf glaubwürdigen Naturstrom ist einfacher als die Umstellung der Heizung.    Bei langfristigen Investitionen sollte diese aber mitgedacht werden.

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