Der ideale Platz

„Der ideale Platz“: Unter dieser Überschrift findet sich auf der Titelseite der Stockerauer Stadtzeitung im November ein Foto der Bürgermeisterin Andrea Völkl mit den Pfarrern Christian Brost (evang.) und Robert Rys (kath.), sowie Hodscha Naim Gümüser (islam.) auf dem Friedensplatz vor der Evangelischen Kirche in Stockerau. Jetzt mag mit dem „idealen Platz“ die Stadt Stockerau gemeint sein, dennoch ist die Doppeldeutigkeit genial.

Bürgermeisterin Völkl lud am 18. Oktober die Damen und Herren des Gemeinderats und die Vertreter der drei großen Religionsgemeinschaften in Stockerau zum Friedensgebet. Es freut mich sehr, dass die politischen VertreterInnen der Stadt, allen voran die Bürgermeisterin, den Friedensplatz und die Friedenssäule als wichtiges Zeichen erkannt haben und dazu nutzen, Brücken zu bauen und sich für ein friedliches Zusammenleben in Stockerau einzusetzen. Schließlich ist der Friedensplatz vor unserer Kirche öffentlicher Raum und gehört der Stadt.

Gitarre und Lieder begleiteten an diesem Abend stimmungsvoll die Gebete und Wünsche für den Frieden in der Stadt, zwischen den Religionen und auf der Welt. Alle, die wollten, konnten dann noch einen Friedensmosaikstein auf die Friedenssäule kleben. So wird öffentlich sichtbar, dass Frieden im Kleinen und im Großen für sehr viele Menschen in Stockerau wichtig ist und sie auch bereit sind, ihr „Teilchen“ dazu beizutragen.

Um die Feuerschale standen wir als bunte Schar Stockerauerinnen und Stockerauer an diesem Abend noch länger bei Brot, Saft und Wein und führten gute, vertrauensvolle Gespräche.

Herr, lass Frieden auf der Welt werden und beginne damit bei mir!

Kurator Gert Lauermann

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