Jahresbericht 2020

Das Pandemie-Jahr 2020 war davon geprägt, dass unsere Planungen ins Wasser fielen und sich Dinge stärker wandelten, als uns das lieb war. Einiges hat das Jahr 2020 uns vor Augen geführt:

  • die Pandemie bietet die Chance, sich in Ruhe auf das Wesentliche rückzubesinnen
  • die Pandemie zeigt uns, wie wichtig Gemeinschaft ist
  • gleichzeitig ist Gemeinschaft aber auch da – anders eben– etwa in Form von Telefonaten, die wir vor der Pandemie nie geführt hätten, oder als zu Ostern 2020 mehrere Familien spontan bunt bemalte Steine bei der Friedenssäule ablegten, oder einfach als gefühlte Gesinnungs- und Glaubensgemeinschaft. Plötzlich haben wir einzelne Gottesdienste oder Feiern, die erlaubt waren, viel präsenter, bewusster und feierlicher begangen – zum Beispiel die Stillen Halben Stunden vor Weihnachten. Besonders danken möchte ich Karin Brost, die mit sehr viel Inspiration und Liebe der Stille ihren Raum gibt. Oft kann Stille lauter sein als alles Reden.
  • Die Pandemie lehrt uns besonders deutlich: alles ist im Wandel! Also gilt auch für die Gemeinde: „semper reformanda“

Gremial und gottesdienstlich war all das naturgemäß fordernd. Es dauerte ein wenig, bis wir uns an die immer anderen und neuen Regeln gewöhnt hatten, die es teils im Wochentakt zu beschließen und neu zu befolgen galt. Danke den Mesnerinnen und Mesnern, die die Dinge freundlich und unaufgeregt so nahmen, wie sie halt waren. Versuche digitalen Gemeindelebens, wie etwa Podcasts und Online-Orgelstücke zum Sonntag, wurden gut, aber nicht überwältigend angenommen. Klar spürbar war, dass diese Dinge nur Ergänzungen zu Präsenzgottesdiensten sein können, so wie jüngst die diözesanen SOFA-Gottesdienste.

Die Konfirmation musste 2020 auf zwei Etappen stattfinden, wobei Pfarrer Brost wenige Stunden vor dem zweiten Termin in Quarantäne musste, sodass die zweite Konfirmation von Lektor Andel, Karin Brost und Gert Lauermann durchgeführt wurde. Unsere LektorInnen Andreas Andel, Irmi Lenius, Uta Vogel und Ingrid Oblak gestalteten auch 2020 wieder viele, intensive Gottesdienste – Danke dafür!

Die Gemeinde hielt zusammen und unterstützte ältere, einsame und bedürftige Personen  auch in der Pandemie. Die gewohnten diakonischen Tätigkeiten in Krankenhäusern und Pflegeheimen waren 2020 aber leider praktisch unmöglich.

 Voranschlag 2020Rechnungs-abschlussBudget 2021
Einnahmen ord.€ 51.415,00€ 65.936,83€ 58.220,00
Einnahmen auß.ord.€ 30.260,00€ 5.000,00
Ausgaben ord.€ 43.460,00€ 40.067,27€ 45.000,00
Ausgaben auß.ord.€ 1.236,00€ 20.000,00
Saldo ord. Haushalt€ 7.955,00€ 25.869,56€ 13.220,00

Unsere Schulden betragen per 31.12.2020 noch € 100.000. Dieser Betrag wird sich 2021 nicht verringern. Das liegt daran, dass 2021 das Projekt des Neubaus des Hollabrunner Glockenturms umgesetzt werden soll und das Geld dort benötigt wird. Da wird sich der außerordentliche Haushalt noch verändern, weil mit deutlich höheren Kosten, als 20.000 € zu rechnen ist. Dazu in der nächsten Ausgabe mehr.

Die Schöpfungsverantwortung (Umweltschutz) bleibt uns als Thema weiterhin präsent, auch wenn 2020 nur vor allem schriftlich auf das Thema eingegangen werden konnte. Immerhin gab es auch eine Kräuterwanderung.

Außerdem wollen wir uns mit grundlegenden Fragen der Neuausrichtung unserer Gemeinde beschäftigen. Personell wollen wir beginnen, uns mit den Wahlen 2023 (Frauenanteil im Presbyterium, Verjüngung) zu beschäftigen.

Kurator Gert Lauermann

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