Geistliches Wort

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Nicht Macht korrumpiert die Menschen, sondern Furcht.

Aung San Suu Kyi

Gott spricht: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Jesaja 43,1

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Kirchengemeinde!

Hoffentlich konnten sie in den Sommermonaten ein wenig Atem holen, das im Frühjahr Erlebte verarbeiten und Kraft sammeln für das, was das Leben nun im Herbst für uns bereithält. 

Es gibt so viele Erlebnisse und Erfahrungen, die wenig kosten und uns mit uns selbst, miteinander, mit der Natur und mit Gott verbinden können: eine (Berg-)wanderung, die Entdeckungen, die man bei einem Waldspaziergang machen kann, eine stille halbe Stunde in einem Kirchlein am Weg, ein Sonnenuntergang am See, miteinander Singen und Spielen auf der Terrasse…

Es sind die unscheinbaren, alltäglichen Wunder, die uns Freude bereiten und uns mit Dankbarkeit erfüllen. 

Während ich diese Zeilen schreibe, belegen die Nachrichten aus aller Welt, dass mit dem Coronavirus weiter zu rechnen ist, es immer wieder gefährlich werden kann, weil es länger unbemerkt bleibt und ansteckender ist als das Grippevirus.

Während tausende Forscher weltweit nach einem Mittel gegen Corona suchen, sind wir gefordert, uns darauf einzustellen, noch eine Weile mit den nötigen Schutzmaßnahmen zu leben. Das fällt uns nicht leicht, weil wir unser Leben gerne unter Kontrolle haben. Dabei gibt es vieles, das wir nicht beeinflussen, kontrollieren oder vorhersagen können. Diese Unsicherheit macht uns Angst. 

Ich versuche mich in unsicheren Zeiten daran zu erinnern, was ich in meinem Leben mithilfe anderer Menschen und durch das Vertrauen auf Gott schon alles erreicht und überstanden habe. Vertrauen heißt für mich glauben, dass wir Menschen nicht alleine sind, dass Gott unsere Wege mit uns geht – besonders die schwierigen! 

Manchmal kann ich Gott spüren – im Gebet! Ich bete oft ohne Worte, denke an Gott, seufze ihm zu oder lächle ihn an. Manchmal leihe ich mir die alten Worte eines Psalmes, des Vaterunsers oder eines Liedverses aus dem Gesangbuch, den ich auswendig kann. Wenn ich still werde vor Gott und meditierend bete, fühle ich mich bei Gott geborgen – so als stünde er neben mir.

Was mir Kraft gibt …

… ist auch der Gottesdienst, wenn ich mit anderen zusammen Gott lobe und mich von ihm inspirieren lasse. Wir feiern jeden Sonntag um 10 Uhr – herzliche Einladung!

Im Urlaub habe ich genüsslich die Wochenzeitung ‚Die Zeit’ gelesen. Im Feuilleton gibt es einen Fragebogen, dem sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens stellen. Eine der Fragen lautet: ‚Sind Sie lieber dafür oder dagegen?’

Ich bin lieber dafür, aber das ist gar nicht so leicht im Alltag: positiv zu bleiben, wenn ein anderer einen angrantelt; ruhig zu bleiben, eine freundliche Antwort zu suchen. Dieser liebevolle Umgang wäre in Coronazeiten unglaublich hilfreich. Wenn ich dem andern schon nicht die Hand reichen kann oder ihn in den Arm nehmen darf, kann ich wenigstens hinter der Maske lächeln, dem anderen oder der anderen einen freundlichen Blick schenken und ein gutes Wort. 

Wir können uns in jedem Moment neu entscheiden – für die Liebe oder gegen sie.Die Liebe ist stets da – wir brauchen ihr nur unser Herz zu öffnen und sie ein- und ausströmen lassen. Probieren Sie es doch einmal aus: was geschieht, wenn Sie einen Tag lang allem und allen mit Liebe begegnen?

Bleiben wir in diesen schwierigen Zeiten miteinander verbunden, liebe Leserinnen und Leser. Begegnen wir einander freundlich bei gemeindlichen Veranstaltungen, beten wir mit- und füreinander, suchen und gewähren wir Rat und Hilfe, wo und wann das nötig ist. Keiner muss alleine sein!

Darum hier noch einmal die Kommunikationswege unserer Pfarre: 

  • Mich erreichen Sie zuverlässig unter der Telefonnummer 0699/18877394.
    Scheuen Sie sich nicht, Kontakt aufzunehmen!
  • Neueste Entwicklungen, die das Gemeindeleben betreffen ersehen Sie aktuell auf der Homepage unserer Gemeinde im Internet: http://www.evang-stockerau.org/
  • Gerne senden wir ihnen auch unseren Newsletter zu, zu dem Sie sich per E-mail (evang.stockerau@gmail.com) anmelden können! 

Ich wünsche Ihnen einen erfreulichen Herbst mit vielen schönen und ermutigenden Erfahrungen. 

Ihr Pfarrer Christian Brost

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