2019 – ein Rückblick auf ein ganz anderes Jahr als heuer!

Auch wenn momentan angesichts der neuen Lebensumstände während der Pandemie vieles verblasst, möchte ich an einige Highlights vom vergangenen Jahr erinnern.
Die Jänner-Klausur des Presbyteriums auf der Burg Kreuzen war ein besonderes Gemeinschaftserlebnis. Zwischen Himmel und Erde entdeckten wir unsere Gemeinde neu. 

Mit Pfr.i.R. Robert Kauer verstarb im Jänner 2019 eine engagierte, charismatische Persönlichkeit. Er war stets bereit, sich für von ihm erkannte Wahrheiten vehement einzusetzen. Mit ihm kehrte ein Seelsorger und Prediger, Jurist und blitzgescheiter Querdenker heim zu unserem und seinem Gott.

Das gebrochene Herz wird  ganz, wenn es zu sich kommt; und dann ist es in der Lage, die ganze Welt zu heilen!

Die Ehe für alle wurde von der Synode beschlossen, wobei der kirchliche Beschluss durchaus als Kompromiss gesehen werden kann. 

Michael Chalupka wurde im Mai zum neuen Bischof gewählt.

Die Friedensarbeit stand auch 2019 stark im Focus. Friedensmeditationen helfen uns dabei, den Frieden in uns beginnen zu lassen. Auch der Ikonenmalkurs mit Leo Pfisterer diente der Suche nach dem inneren Frieden anhand großer Vorbilder.  

Ende Februar war unsere Gemeinde eine Woche lang Mittelpunkt der Superintendenz. Die Mitglieder des Superintendentialausschusses unter der Leitung von Superintendent Mag. Lars Müller-Marienburg nahmen unsere Gemeinde in allen Aspekten genauestens unter die Lupe.

Nicht zufällig fiel die Einweihung unseres „Evangelischen Ecks“ im Bezirksmuseum Stockerau genau in die Woche der Visitation. Unser alter Hochaltar, einst von unserer Muttergemeinde Floridsdorf gespendet, fand dort eine neue Heimat.

Musikalisch war 2019 auch recht vielseitig: Das „Erde und Himmel“- Projekt mit SOLEttino Vocale als Benefizveranstaltung für die Behindertenhilfe Korneuburg, Shura Lipovsky mit jiddischen Liedern oder „Vom Präludium zum Tango“ mit Melitta Ebenbauer und Maria Düchler eröffneten uns neue und sehr eindrückliche Hör- und Geistwelten. Ulli Bixas Tanzgottesdienste und Tanztage ließen uns unter anderem auf Pfingsten wortwörtlich im Geist der Liebe „zugehen“. Der Chor unter der Leitung von Matthias Steiner gewann zusehends an Sangeskraft.

Arbeitskreis „Bewahrung der Schöpfung“

Klima.Gerecht.Essen mit MMag. Satlow, „Der Klimawandel und ich“ mit Corina Wanas, „Erntedank-macht Ernte krank?“ mit Alex Wanas sowie so mancher Abend bei 50+ oder in der ökumenischen Bibelrunde riefen zu konkretem Klimaschutz auf.

Gottesdienst im Grünen in Retz

Der Familiengottesdienst im Grünen am Retzer Kalvarienberg, begleitet von den Blechbläsern von Tibilustrium, ist mir in bunter Erinnerung. Besondere ökumenische Gottesdienste waren die Pfingstvigil in Stockerau oder der ökumenische Begegnungs-Gottesdienst in Zellerndorf.

Die Gemeindereise nach Andalusien wurde für die 44 (!) TeilnehmerInnen ein unvergessliches Erlebnis. Ein Großteil des Presbyteriums reiste 2019 nach Siebenbürgen und besuchte die evangelische Pfarrgemeinde Großschenk – eine sehr eindrückliche Reise in eine der 246 entvölkerten Siebenbürger Pfarrgemeinden.

Auch finanzielle Unterstützungen für Soziales konnte unsere Pfarrgemeinde 2019 immer wieder geben, zum Beispiel für die Altenpflege in Großschenk oder den Häftlingsunterstützungsverein der Justizanstalt Sonnberg. Auch internationale Hilfsprojekte der Diakonie haben wir unterstützt.

Ab Herbst wurden die Gemeindenachrichten bunt. Ein sichtbarer Gewinn.  

Mitglieder / davon H.B.TaufenKonfirmanden
1319 / 48
(1328 / 56)
9
(8)
13
(13)
SterbefälleEintritteAustritteZu-Wegzüge Saldo
11 (14)5 (3)24 (20)+24 (+25)
Gemeindestatistik im Vergleich: 2020 (2019)

Vielen Dank an alle haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, SeelsorgerInnen und HelferInnen unserer Gemeinde!

Vor den Vorhang bitte ich heuer Karin Brost, die besonders zu Familiengottesdiensten, Meditationstreff und Friedensarbeit mit Ruhe und viel Herz leitend beiträgt! Auch in die Konfiarbeit ist sie für dieses Jahr eingesprungen.

Vielen Dank an unsere ReligionslehrerInnen Sandra Grasz, Elke Jurkowisch-Steidl, Terhi Korhonen, Barbara Winter, Hans Spiegl und Christian Weigele, an die LektorInnen Irmi Lenius, Ingrid Oblak, Uta Vogel und Andreas Andel, die MesnerInnen und Musikerinnen und OrganistInnen für ihre liebevoll verrichteten Dienste.

Herzlichen Dank an Christine Andel, die als Sekretärin und nun auch als Kirchenbeitragsreferentin nie zu wenig zu tun hat und sich über die Maßen mit Hirn und Liebe zum Detail engagiert.

Und zuletzt noch größten Dank und Respekt an Pfarrer Christian Brost, der ein „Menschenliebender“ ist und über die Grenzen seiner Gemeinde hinaus sehr geschätzt wird, sei es in der Ökumene, der Politik, in den Schulen oder in der Diözese. Auch das Engagement unseres Pfarrers reicht regelmäßig über die bezahlte Tätigkeit hinaus ins Ehrenamtliche – weil ihm seine Tätigkeit auch Freude macht! Möge es noch lange so bleiben.

Die Finanzentwicklung war 2019 stabil, wenn auch nicht überragend. Für 2020 ist eine Prognose schwierig. Spenden und Kollekten leiden unter Corona, das für September geplante Kabarett ist unsicher.

Mit dem Neubau des Glockenturms in Hollabrunn ist – schon allein aus Gründen der Finanzierung – nicht vor 2021 zu rechnen, jedoch wollen wir dieses wichtige Projekt natürlich weiterbringen. 2019 konnten wir immerhin im Rahmen eines Ideenwettbewerbs der SchülerInnen von HTL, HAK und HLW Hollabrunn ein Siegerprojekt auswählen und prämieren.

Budget 2019Rechnungsabschluss 2019
laufende Einnahmen56.335,0053.021,75
laufende Ausgaben45.580,0038.911,90
Saldo10.755,0014.109,85
Darlehensrückzahlungen15.000,0015.000,00
Saldo Gesamt-5.745,00-1.326,15
Budget und Rechnungsabschluss 2019

Abschließend ein kurzer Ausblick:

Das „Coronajahr“ 2020 birgt auch Chancen. „Evangelische Basics“ sind unserer Meinung nach gerade in Krisenzeiten wertvoll und können ansteckend sein. Wir wollen Orientierung und Herberge in schwierigen Zeiten bieten und christliche Werte in Freiheit und Verantwortung leben. Mit diesem Geist des Friedens und der Liebe Gottes wollen wir möglichst viele infizieren! So eine Pandemie wünschen wir uns.

Auch wenn nur eingeschränkt Veranstaltungen möglich sind, beschäftigt uns das wichtige Thema Umweltschutz – Schöpfungsverantwortung weiterhin. Lassen Sie uns nicht vergessen, dass der Klimawandel immer noch die mit Abstand größte Herausforderung dieses Jahrhunderts für die Menschheit darstellt! Wir hoffen, dass die derzeitigen Umbauten und Investitionen im Wirtschafts- und Gesellschaftssystem gleich zu einem nachhaltigen, klimaschonenden Wandel genutzt werden können. Mit der einen oder anderen Veranstaltung wollen wir weiterhin diesen Wandel im Kleinen unterstützen und auch Friedensarbeit leisten.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben Gesundheit und einen erfolgreichen Neustart nach Corona!

Kurator Gert Lauermann

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