Unsere neue Liturgie

Unser neues Friedenslied

Seit Jänner 2020 haben unsere Gottesdienste etwas veränderte Elemente. Die Entwicklung der Liturgie in einer Gemeinde ist eine herausfordernde Unternehmung, geht es doch bei der Gestaltung des Gemeindegottesdienstes um tradierte, auch von vielen gewohnte und liebgewonnene Teile.

Und dennoch unterliegt auch das Feiern des Gemeindegottesdienstes einer gewissen Entwicklungsdynamik. Und bei uns in Stockerau haben sich alle liturgisch Tätigen, also Lektoren, Pfarrer und Organisten gemeinsam mit Diözesankantorin Sybille von Both mit der Weiterentwicklung unserer Liturgie befasst.

Was muss sich denn da weiterentwickeln?

Diese Frage werden sich manche von Ihnen stellen.

Als liturgisch Verantwortliche sehen wir unsere Aufgabe auch darin, die verwendeten Texte und Lieder immer wieder auch kritisch zu hinterfragen.

Zum Beispiel die Begrüßungsformel: „Der Herr sei mit euch“. Diese Formulierung steht im Konjunktiv (Möglichkeitsform), und man könnte sagen, so sind wir sie gewohnt. Die Abänderung auf: „Der Herr ist mit euch“ bringt die gleiche Aussage im Indikativ, und wer diese beiden Sätze auf sich wirken lässt, spürt vielleicht den zarten Unterschied. Dieser feine Unterschied bringt aber auch das, was wir glauben, zum Ausdruck: Dass Gott mit uns IST. Nämlich auch dann, wenn wir es nicht bemerken. Es ist also nicht nur möglich, dass Gott mit uns ist, sondern es ist tatsächlich so.

Neue liturgische Gesänge

Neu sind die Gesänge zum Bußgebet, das Halleluja und die Gesänge zum Abendmahl. Sowohl das „Herr erbarme dich“ als auch das „Halleluja“ bringen frischen Wind in die Feier, weil sie neu sind. Bei den Gesängen der Abendmahlsliturgie (also dem „Heilig“), der neuen Antwort auf das Abendmahlsgebet und dem Friedenslied nach dem Vater Unser wollten wir den diesem Gottesdienstteil innewohnenden Bedeutungen mehr Gewicht verleihen.


So handelt es sich beim dreifachen „Heilig“ um ein Lied, das wortwörtlich aus dem Herzen kommt. Das Lied „Wir preisen deinen Tod“ (s. unten) nach den Einsetzungsworten bringt unseren Glaubens in einer sehr aktuellen Sprache zum Ausdruck. Und schließlich das Friedenslied „Du, Gott des Friedens“ (s. oben) nach Vaterunser und Friedensgruß, dass die Bitte nach Frieden kurz und klar besingt.

Wir wünschen allen Mitfeiernden, dass sie diese Veränderungen begrüßen können, auch wenn wir alle uns erst daran gewöhnen werden.

Irmi Lenius

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