Aus dem Presbyterium

Die heurige Klausur im Jänner führte uns hinauf auf die Burg Kreuzen. Ein Wochenende arbeiteten wir – sozusagen zwischen Himmel und Erde – intensiv an der Vorbereitung der Visitation unserer Pfarrgemeinde Ende Februar. Wir beantworteten Fragen wie „Womit sind wir zufrieden?“ oder „Was brauchen Menschen bei uns?“ oder „Was wollen wir verbessern?“. Dabei stießen wir auf ganz spannende und sehr grundlegende Fragen. Unter anderem zu den Themen „Spiritualität“, „Friedensarbeit“, „Ökumene“ und „Diakonie“ haben wir das, was ist, angesehen und bedacht, was noch werden soll.

Aus den „gewöhnlichen“ Sitzungen darf ich Ihnen berichten: Personelles und Seelsorgerliches beschäftigte uns im Herbst überdurchschnittlich. Die Kirchenbeitragsbemessungsgrundlagen für all jene, die ihr Einkommen nicht nachweisen, wurden entsprechend den kirchlichen Vorgaben angehoben. Die letzten Entscheidungen und Vorbereitungen für die Präsentation des Evangelischen Ecks im Stockerauer Bezirksmuseum wurden ebenso besprochen wie die weitere Gestaltung des Projekts für einen neuen Glockenturm in Hollabrunn. Ein Ideenwettbewerb in den Hollabrunner höheren Schulen HTL, HAK und HLW läuft bereits. Die Umsetzung eines Siegerprojekts soll noch heuer starten.

Ein spannendes Thema wurde von der Synode allen Pfarrgemeinden zur Stellungnahme vorgelegt: die (kirchliche) „Trauung für alle“. Aufgrund einer Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs ist es bekanntlich seit Jahresbeginn homosexuellen Paaren erlaubt, die Ehe zu schließen und umgekehrt heterosexuellen Paaren, sich zu verpartnern. Unser Presbyterium hat seine Stellungnahme nach Redaktionsschluss beschlossen. Die Synode wird zu dem Thema im März entscheiden. Daher in der nächsten Ausgabe mehr dazu.

Kurator Gert Lauermann

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