Brot für die Welt

„Wir sind die erste Generation, die Armut beenden, und die letzte Generation, die den Klimawandel stoppen kann“, formuliert Ban KiMoon, der ehemalige UN-Generalsekretär, die aktuellen Chancen und Aufgaben. Ganz in diesem Sinne war es 2015 ein historisches UN-Gipfeltreffen, als die „Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung“ beschlossen wurde. Die dort formulierten Ziele sind sehr ambitioniert. Gleichzeitig drücken sie aus, dass eine lebenswerte, zukunftsfähige Welt für alle in greifbarer Nähe ist.   

Überhaupt möglich wird so eine Welt, weil Menschen sich täglich dafür einsetzen – nicht erst seit 2015. Dafür arbeitet auch „Brot für die Welt“, die entwicklungspolitische Aktion der evangelischen Kirchen A. und H.B. Mit Projekten in aller Welt packen wir Hunger sowie Armut an der Wurzel und arbeiten gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung an langfristigen Lösungen.

Erzählungen von unseren Projektpartnerinnen und Projektpartnern, wie sich ihr Leben zum Positiven verändert, sind für mich hoffnungsvolle Ermutigungen im Alltag. Im Gegensatz dazu fallen mir oft die kleinen und großen Handlungen auf, die nachhaltiger Entwicklung entgegenwirken. Dann wachsen meine Zweifel: Ist uns bewusst, dass wir die natürlichen Ressourcen unseres Planeten übermäßig ausnutzen? Berühren uns Nachrichten noch von Menschen, die unsere Solidarität brauchen? Wer trägt die Vision mit, dass eine lebenswerte Zukunft für alle 8 Milliarden Menschen möglich ist? Sind wir bereit, die gemeinsamen Aufgaben zu meistern? Können wir es uns leisten untätig zu warten?  

Ich meine: Es ist gerade jetzt wichtig, dass wir uns gegenseitig stärken und handeln! Ihre Pfarrgemeinde Stockerau beschäftigt sich 2019 mit Schöpfungsverantwortung und setzte damit einen ermutigenden Schritt. So wünsche ich uns allen, dass Sie weit wirken und ganz im Sinne Ban Ki-moons sagen: „Wir sind die Generation, die diese Welt zum Besseren verändert!“

MMag. Hannah Satlow, Bildungsreferentin von Brot für die Welt

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