Gemeindevertretersitzung vom 10. November

Wie wir als Gemeinde ticken – Zusammenhänge verstehen und Potentiale erheben

Nach der Wahl der neuen Gemeindevertretung im heurigen Frühjahr war diese Sitzung – abgesehen von einer kurzen und ausschließlich konstituierenden Sitzung nach der Angelobung – die erste in dieser Besetzung. Da das Gremium um einige neue Mitglieder bereichert wurde,begannen wir mit einer Vorstellungsrunde der etwas anderen Art: Alle waren aufgerufen, sich 3 Etiketten mit dem Traumberuf, Wunschurlaubsziel und der größten Stärke bzw. Begabung auf die Brust zu kleben. Sehr einfach …. und schon waren wir paarweise oder in kleinen Gruppen so in anregenden Gesprächen vertieft, dass die Einhaltung der geplanten Tagesordnung fast zu scheitern drohte.

Über Spiritualität

Christian Brost referierte über das Thema Spiritualität. Sein beginnender Kernsatz lautete: „Alles Wesentliche ist geschenkt.“ Unser Glaube wächst durch das Hören und benötigt Zeit. Wir aber müssen bereit sein, diese Zeit aufzuwenden, um zum Ziel des Glaubens – Angstfreiheit und innerer Frieden – zu kommen.

„Wir sind die Gemeinde“ – so seine zweite Kernaussage -,  und zu unserer Gemeinschaft darf man kommen, wie man ist. Die Gemeinschaft aber bewirkt etwas und verändert jeden Einzelnen.

Über Diakone

Unser Kurator sprach einleitende Worte zum Thema Diakonie, die laut Kirchenverfassung eine der 4 Grundaufgaben der Kirche ist. Heute wird zwar der Großteil der diakonischen Grundaufgaben wie Gesundheitsvorsorge, Notstandshilfe, Altenpflege etc. vom Staat übernommen, leider aber nicht immer mit für uns zufriedenstellenden Schwerpunkten: Ist eine ausführliche, zeitaufwendige Dokumentation wirklich wichtiger als Zeit für das heilsame Gespräch mit den Bedürftigen?

Irmi Lenius, unsere Diakoniebeauftragte,berichtete von ihren Erfahrungen in der Krankenhausseelsorge und der Ausbildung, die hierfür nötig ist. Am wichtigsten ist jedoch, sich dazu berufen zu fühlen. In diesem Sinne werden alle Interessierten eingeladen, doch einmal mit ihr ganz unverbindlich zum Schnuppern mitzugehen.

Anders in der Gefängnisseelsorge, die von Ingrid Oblak und Eva Zehetmayer seit 12 Jahren mit Hingabe betreut wir: Hier ist ein Mitgehen zum Schnuppern leider nicht so einfach möglich.

Über Kommunikation

Nach dem reichhaltigen Pizza-Mittagsbuffet referierte Andreas Andel über Kommunikation und schilderte den Erstellungsprozess der Gemeindenachrichten von der Planung über die Erstellung und Bearbeitung der Texte und Fotos, Layout, Korrekturlauf und Druck bis hin zum Versand. Es steckt viel Arbeit eines ganzen Teams dahinter, um alle 3 Monate unsere Gemeindenachrichten erscheinen zu lassen, die Homepage aktuell zu halten und auch andere Wege der Kommunikation (Newsletter, Infos an externe Medien usw.) zu bedienen.

Über das Maß der Beteiligung

Das Beispiel der Gemeindenachrichten veranschaulicht aber auch, wie viele tatkräftige Hände und Köpfe bereits für ein einzelnes Projekt von Nöten sind. Wie viel mehr Helfer werden erst für bestehende und künftige Aufgaben wie Diakonie,Spiritualität, in der Küche und für vieles mehr, für ein gedeihliches Gemeindeleben benötigt!  Dass sich diese Mitarbeiter- Gott-sei-Dank – auch immer wieder finden, zeugt von einem funktionierenden Gemeindeleben und der hohen Qualität unseres Miteinanders. Dabei ist ein Grundsatz ganz wichtig: Jeder bestimmt das Maß seiner Beteiligung selbst!

Martin Kuchler

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