Angelobung der neuen Gemeindevertretung  


Ein nicht ganz gewöhnlicher Gottesdienst fand am 17. Juni 2018 in Stockerau statt.  Schließlich geschieht es nur alle sechs Jahre, dass die scheidenden GemeindevertreterInnen verabschiedet und die neu gewählten angelobt werden.

Sehr passend zu diesem Ereignis waren die Texte des Gottesdienstes ausgewählt. Es ging um das Dienen. Die Personen, die ein Leitungsamt übernehmen, treten einen Dienst an der Gemeinschaft an. Jesus Christus hat seine Einladung zur Nachfolge wohl genau so gemeint. Für mich persönlich wieder eine Gelegenheit, um mich zu fragen, was mich antreibt, um mich in dieser Gemeinde zu engagieren, wo ich wieder meine Motivation im Gemeindeleitbild wiederfinde?

Gut tat es, von Pfarrer Christian Brost zu hören: „Das Maß seiner Beteiligung bestimmt jeder für sich selbst!“ Sagt sich leicht, denn man hat gerade auch sich selber gegenüber manchmal zu hohe Erwartungen.

Und dann standen die neu gewählten GemeindevertreterInnen vorne um den Altar und jeder sprach Ich gelobe in die Hand unseres Pfarrers. Das war nicht nur für ihn beeindruckend.

Ich gelobe vor Gott, bei meinem Wirken als Gemeindevertreter die innere und äußere Wohlfahrt dieser Gemeinde nach bestem Wissen und Gewissen zu wahren und darauf zu achten, dass die Kirche in allen Stücken wachse an dem, der das Haupt ist, Christus.

Danach segneten gemeinsam mit unserem Pfarrer die scheidenden GemeindevertreterInnen die neu gewählten. Symbolisch gaben sie so ihre Staffel weiter – ein berührender Moment, weil darin auch ihre Hoffnung zum Ausdruck kommen konnte, dass es mit unserer Gemeinde gut weitergehe.
Durch das Abendmahl gestärkt konnte dieses neue Gremium im Anschluss an den Gottesdienst seine konstituierende Sitzung halten. Nach einer kompakten Einführung von Gert Lauermann, wofür die Gemeindevertretung zuständig ist und wie sie sich in unserer Gemeinde zusammensetzt sowie einem Ausblick auf den thematischen Schwerpunkt des kommenden Jahres („Schöpfungsverantwortung“) wurde schließlich das Presbyterium gewählt.

Bevor das Presbyterium dann seine konstituierende Sitzung startete, sagte Pfarrer Christian Brost etwas, was ich abschließend gerne wiedergeben möchte:
Unser Miteinander hat 3 Ebenen:

  • Der Verwaltungsapparat unserer Kirche ist strukturiert ähnlich einer Stadtgemeinde.
  • Unsere Gemeinde bietet Rahmenbedingungen für das gemeindliche Leben. Da geht es um das Miteinander und in diesem Sinne um eine „Wohlfühldimension“.
  • Vielleicht die wichtigste Dimension: der Ort des persönlichen Glaubens, wo Gottesbegegnung möglich ist; Begegnungen und Erlebnisse, die die Seelen nähren und die das Leben verändern; eine Dimension des seelsorglichen Dialogs, der in Krisenzeiten besonders wichtig ist.

Die Stimmung dieser ersten Sitzung war sehr entspannt, freundschaftlich und konstruktiv. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit den „alten“ und den neuen in unserem Gemeindeparlament.

Möge der Leitvers unserer Gemeinde uns auch in die Zukunft leiten:
Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. (2 Tim 1,7)

Irmi Lenius

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