Alex Kristan: Lebhaft

Im Lenausaal wurde am 8. März die Bühne zum Gefängnis, aus dem der Kabarettist Alex Kristan einen Gag nach dem anderen abfeuerte. Die über 600 Besucherinnen und Besucher erfuhren zu Beginn den Grund für seinen angeblichen Freiheitsentzug – er war zu schnell gefahren und hatte die Geldstrafe nicht bezahlt. Diese Geschichte war nur eine von unzähligen absurden, pointenreichen Episoden, die der Kabarettist dem Publikum erzählte. Er gewährte dabei Einblicke in sein Leben als „Rotzpipn forever“, sprach über seine Kindheit, sein Familien- und Berufsleben und gab als besonderen Höhepunkt einige österreichische Weisheiten zum Besten, zum Beispiel: „Is‘s ned, is’s ned.“

Dazu gab es natürlich auch wieder Parodien von Größen der österreichischen Sportwelt, die ja Kristans Markenzeichen sind. Er beherrscht diese so virtuos, dass man mit geschlossenen Augen glaubt, auf der Bühne säße tatsächlich Andi Herzog, der sich mit Niki Lauda, Hans Krankl und Toni Polster unterhalte.

Nach „Ärztlich willkommen“, „Jetlag für Anfänger“ und „Heimvorteil“ war dies bereits der vierte Auftritt von Alex Kristan, den die evangelische Pfarrgemeinde in Stockerau veranstaltete. Auch diesmal wieder war es ein voller Erfolg. Nicht nur auf der Bühne, sondern auch in der Pause wurde einiges geboten. Das Büffet bog sich vor köstlichen Häppchen, sodass das Publikum nicht nur in bester Stimmung, sondern auch satt nach fast drei Stunden wieder aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Und jedes Mal, wenn ich seither einparke, fällt mir der Satz aus dem Programm von Kristan ein: „Das Stückerl zum Gehsteig kann ich zu Fuß auch gehen.“

Christine Andel

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