Eindrückliche Erlebnisse und Wünsche für die Zukunft

Bericht vom NÖ LektorInnentreffen in Stockerau

Über 20 Tagungen in 12 Jahren: Kein Wunder, dass wir niederösterreichische Lektorinnen und Lektoren viel zu erzählen wussten. Am 3. März übergab Pfarrer Christian Brost (Stockerau) seine Funktion als Lektorenleiter an Pfarrer Andreas Fasching (Perchtoldsdorf).

Wir LektorInnen konnten uns dankbar an das viele Neue und Gute erinnern, das Christian im Laufe der Jahre mit uns erarbeitet und erlebt hat -, nein: das wir mit ihm gemeinsam erarbeitet und erlebt haben: So würde er es wohl formulieren, denn sein Verständnis von Leitung und Begegnung war immer eines auf Augenhöhe.

Die Planung und Organisation der Tagungen war stets ein gemeinsames Ergebnis des Lektorenleitungsteams, das er mit Hans-Herwig Brunner, Gilgian Oester und Andreas Andel bildete. Und so wie wir vier zu einem in Freundschaft verbundenen Kreis wurden, so übertrug sich das auch auf die ganze Lektorengemeinschaft.

Die freundschaftliche Begegnung auf Augenhöhe war es daher, die viele an diesem 3. März in den Vordergrund ihres Rückblicks auf die vergangenen Jahre stellten. Wir schätzten es sehr, unterschiedliche Erfahrungen in den verschiedenen (großen und kleinen) Gemeinden Niederösterreichs gemacht zu haben. Wir waren von der thematischen Vielfalt der Tagungen angetan, die von Körperübungen im liturgischen Kontext bis zu spannenden theologischen Einsichten ins Judentum Jesu reichten. Ganz besonders aber dankten wir Christian nicht nur für seine kompetente Leitung, sondern auch für seine freundliche und humorvolle Art, die eine entspannte Atmosphäre in unseren Tagungen entstehen ließ. Wir dankten für seine Gemeinschaft mit uns, auch für die immer wieder erfahrene Rückendeckung.

Christians Dank wiederum galt nicht nur uns LektorInnen, sondern auch unserem Superintendenten Lars Müller-Marienburg, der schon allein durch seine mehrfache Teilnahme an unseren Tagungen seine Wertschätzung uns LektorInnen gegenüber glaubhaft zum Ausdruck brachte.

Besonderen Dank sprach Christian seinem Nachfolger Pfr. Andreas Fasching aus. Dass er die Leitung der NÖ Lektorenarbeit übernimmt, mache ihm den Abschied deutlich leichter. Und Andreas – so viel darf ich schon nach der ersten gemeinsamen Tagung sagen – gewann uns von Anfang an. Er eröffnete die Tagung mit persönlichen Vorstellung(en) zu ihm wichtigen Aspekten im Gottesdienst: Stille, Sprache, Musik, Einschluss der Körperlichkeit im Gottesdienst, Vielfalt in gottesdienstlichen Formaten und den durchgängigen „rote Faden“ verband er mit persönlich-biographischen Einsichten, die uns sehr beeindruckten. Wir tauschten uns anschließend zu diesen Aspekten in Kleingruppen aus und bekamen damit wohl auch schon einen Ausblick auf unser künftiges Arbeiten in der Lektorengemeinschaft.

Im abschließenden feierlichen Gottesdienst sprang unser Superintendent kurzfristig als Organist ein, dankte in seiner launigen Ansprache dem bisherigen „fremdsprachigen“ (= mittelfränkischen) und begrüßte den neuen „fremdsprachigen“ (= ehemals katholischen) Lektorenleiter, entpflichtete den einen und führte den anderen in seine neue Funktion ein. Und so endete ein harmonisches, von Dankbarkeit und Vorfreude geprägtes niederösterreichisches Lektorentreffen.

Andreas Andel

Dieser Beitrag wurde unter Interna veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.