Gottesdienst für die Einheit der Christen in Retz

In der Gebetswoche für die Einheit der Christen feierten am Freitag, den 19. Jänner 2018 evangelische und katholische Christen gemeinsam den Gottesdienst in der Rathauskapelle.Pfarrer Christian Brost, P. Sabu und die Mitglieder des ökumenischen Kreises feierten mit evangelischen und katholischen Christen aus der Region den Gottesdienst.

Heilende Berührung

Eindrucksvoll wurde das Evangelium von der Auferweckung der 12-jährigen Tochter des Synagogenvorstehers Jairus und die Heilung der kranken Frau dargestellt. Im Dialog haben der evangelische Pfarrer Christian Brost und die katholische Pastoralassistentin Renate Trauner die Bibelstelle ausgelegt und in Beziehung zu unserer Zeit gebracht: Beide Frauen haben gelitten, beide wurden durch Berührung geheilt. Auch heute leiden oft Menschen, weil „man“ mit ihnen nicht in Berührung kommen will. Dabei kann die Begegnung mit dem, der eine andere Sprache spricht, aus einem anderen Land kommt oder einen anderen religiösen Zugang hat, eine Bereicherung für beide Seiten sein.

In dieser Evangelienstelle wurde zwei Mal das Gesetz übertreten: einmal von der Frau, der es als Unreine verboten war, Jesus zu berühren, und einmal von Jesus, der das tote Mädchen nicht berühren durfte. Gerade dadurch geschah Heilung und wurde den Frauen neues Leben geschenkt.

Auch in unserer Zeit sind es oft Vorurteile, die Angst schüren und Begegnung verhindern. Durch Überwindung von Vorurteilen kann auch heute Begegnung, Berührung und Heilung geschehen.

Musikalische Begleitung durch die RhythMix

Verbindend und bereichernd waren die von den RhythMix und allen GottesdienstteilnehmerInnen mit Begeisterung gesungenen geistlichen Lieder. Denn auch heute ist es Jesus Christus, der unser Haupt erhebt und uns den nötigen Rückenwind gibt, wie wir im Lied gesungen haben.

Die Kollekte von 212,50 € kommt Menschen mit Behinderung auf der indonesischen Insel Sumba zugute. In diesem Projekt lernen sie das Schneiderhandwerk oder die Betreuung von Schafen und Ziegen und können so in Zukunft selbständig ihren Lebensunterhalt bestreiten und gestärkt durchs Leben gehen.

Nach dem Gottesdienst in der Aula des Stadtamtes tauschten wir uns aus und teilten miteinander Retzer Brot und Luther-Wein.

Mag. Renate Trauner

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