Friedensgottesdienst

 

Fische, Schmetterlinge, Herzerl, Engel, Sterne, sogar Hasen und Blumen – das alles und noch mehr sind Beiträge zum Frieden! Diese Dinge, geformt aus Ton, bunt bemalt und gebrannt: Sie sind allesamt sichtbar seit Sonntag, dem 21. Mai, wo im Anschluss an den Friedensgottesdienst die erste Klebeaktion an der Friedenssäule stattgefunden hat.

Eine wirklich bunte Schar von Menschen traf sich in der Lutherkirche zum Gottesdienst. Gäste aus der Politik (aus allen Lagern), angeführt von Bürgermeister Helmut Laab, katholische Geschwister und Gemeindeglieder fanden sich ein, um dem Thema Frieden Raum und Zeit zu geben.

Was bedeutet Frieden für mich?

Diese Frage stand im Raum, und sie wurde ganz konkret von vier Gästen und unserem Pfarrer Christian Brost beantwortet; von vier Menschen, die kaum unterschiedlicher sein könnten: dem Bildhauer Leo Pfisterer, der ja auch die Gestaltung der Friedenssäule verantwortet, Bürgermeister Helmut Laab, dem in der Wirtschaft tätigen Ing. Hubert Culik und der Leiterin des Hauses Ibrahim, Mag. Katrin Rother. Wen man ihre Statements zusammenfasst, dann lassen sich folgende Aussagen formulieren:

  • Friede ist dort, wo Menschen glücklich sind. Wo Raum ist zur Ruhe zu kommen, wo niemandem eine bestimmte Ideologie aufgezwungen wird. Wo jeder sein Zuhause haben darf.
  • Friede ist dort, wo Menschen so sein können, wie sie sind. Wo das Miteinander von Respekt geprägt ist – sei es in der Familie, im Verein oder der Gemeinde. Wo Menschen Mut schöpfen, auch mal gegen den Strom zu schwimmen.
  • Friede ist dort, wo Begegnung stattfindet. Im Du ein Gegenüber finden, das mich wachsen lässt. Wo Begegnung glückt, werden Ängste und Vorurteile abgebaut. Das hat Jesus vorgelebt. Der jüdische Theologe Pinchas Lapide nennt das Entfeindung.
  • Friede ist dort, wo Vergebung gelebt wird. Wo Menschen ihre eigenen Abgründe erkennen und tragen, geschieht Heilung und wächst Toleranz auch anderen gegenüber. Wer vergibt, heilt auch sich selber.

So bunt und vielfältig wie die Mosaiksteine, die im Anschluss an den Gottesdienst auf die Säule geklebt wurden, so bunt kann auch Friede werden. Im Kleinen wie im Großen, in jedem Einzelnen wie in den diversen Gemeinschaften.

Irmi Lenius

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