Einstimmung in den Advent mit Ikonen

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Diese Christusikone schmückte während der Andacht den Altarraum

Leo Pfisterer ist für die evangelische Kirche in Stockerau so etwas wie der Haus- und Hofkünstler. Er hat den Christus im Altarraum, den Altar und das Taufbecken gestaltet und nun zeigte er, dass er nicht nur ein sehr guter Bildhauer ist, sondern auch die Tradition der Ikonenmalerei beherrscht.

Im Gemeindesaal hat er während der Adventszeit einige seiner Bronzen ausgestellt und der Kirchenraum der Lutherkirche wurde mit seinen Ikonen geschmückt. Eine davon stand direkt im Altarraum und sollte während der stillen Andacht zur Verinnerlichung anregen.

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Pfarrer Christian Brost stellt Leo Pfisterer vor

Zunächst aber erklärte Pfisterer den Gemeindemitgliedern im Gemeindesaal den Sinn und den geschichtlichen Hintergrund von Ikonen.

Zwar verbindet man Ikonen üblicherweise mit den östlichen Ausprägungen der christlichen Kirchen, aber Pfisterer wies darauf hin, dass frühe Ikonen noch aus einer Zeit stammen, wo es nur eine Kirche gab. Damals gab es zum Teil heftige Diskussionen, ob man Christus überhaupt darstellen dürfte. Letztlich setzte sich aber doch die Überzeugung durch, dass das erlaubt sei.

Die erste erhaltene Ikone stammt vom Ende des 5. Jh. und stellt Christus dar. Sie befindet sich im Katharinenkloster auf der Halbinsel Sinai. Christusdarstellungen werden als Pantokrator Ikonen bezeichnet. Pantokrator, der Allherrschende ist ein Titel, der ursprünglich dem Gott Zeus zugerechnet wurde. Bereits ab dem 6. Jh. werden die Ikonen dann auch beschriftet, z.B. mit der Bezeichnung ‚Der Menschenliebende‘.

Dieter Rathauscher

 

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