Aus dem Presbyterium

Derzeit steht für das Presbyterium auch einiges Persönliches im Mittelpunkt. Verletzungen, Operationen, Kur, Todesfälle in der Familie treten ungewöhnlich gehäuft auf. Derartige Untiefen konnten uns aber nicht in unserer Tatkraft bremsen. Schließlich gibt es immer viel zu besprechen und zu beraten.

Reformationsjubiläum

2017 ist das Jahr des Reformationsjubiläums. 500 Jahre ist es her, dass Martin Luther seine 95 Thesen an die Türe der Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen hat. Wir wollen an unsere Kirchentüre ein Erinnerungsplakat unter dem Motto „Freiheit und Verantwortung – Evangelisch Sein 2017“ hängen.

Am 30. April wird die Ausstellung „Luther und die Juden“ eröffnet. Nicht zufällig wurde unsere Kirche – als ehemalige Synagoge – 1938 wohl „Lutherkirche“ genannt. Auch solche Zusammenhänge, ihre Ursachen und Wirkungen wollen wir 2017 in Kooperation mit dem Koordinierungsausschuss für christliche-jüdische Zusammenarbeit genauer ansehen. Der gemeindliche Bezug wird in der Ausstellung sehr deutlich werden.

Und: Die Reformation ist kein historisch vor 500 Jahren abgeschlossener Vorgang! Reformation endet nicht. Die Frohe Botschaft des Ersten und des Zweiten Testaments bleibt und fordert uns. Auch das wollen wir 2017 unter dem Motto „Freiheit und Verantwortung“ deutlich machen.

Kirchenmusik

Im Dezember haben wir neue kirchenmusikalische Möglichkeiten mit Melitta Ebenbauer entdeckt.

Budget und Personelles

Alljährlich wiederkehrende Themen waren Budget und Personalfragen. Letztes Wort dazu hat die Gemeindevertretung, die heuer am 5. März ab 11 Uhr in Stockerau tagt. Die Sitzung ist öffentlich.

Flüchtlingsarbeit

Immer wieder finden im Gemeindezentrum Deutschkurse für Flüchtlinge statt. Auch das Projekt „Sprachrohr“, wo rund 15 minderjährigen Flüchtlingen mit einer speziell geschulten Dolmetscherin ein psychotherapeutisches Angebot gemacht wird, findet bei uns Unterschlupf.

Begegnungscafé

Zuletzt möchte ich Sie noch auf das neue „Begegnungscafé“ hinweisen. Erstmals am 19. März, 15-17 Uhr wird es in unserem Stockerauer Gemeindezentrum die Möglichkeit geben, mit Flüchtlingen aus dem ehemaligen Bezirksgericht (SLC-Quartier) ins Gespräch zu kommen, Ängste und Vorurteile abzubauen und zur Integration der Menschen beizutragen. Die Flüchtlinge bekommen so die Chance, auch einmal außerhalb ihres Quartiers einen geselligen Nachmittag zu verbringen.

Also bitte: 19. März und 2. April, jeweils 15-17 Uhr vormerken, wenn möglich Kuchen, jedenfalls aber Interesse am Anderen mitbringen! Bei entsprechendem Erfolg ist geplant, derartige Cafés regelmäßig abwechselnd bei uns und im neuen katholischen Pfarrzentrum P2 zu ermöglichen.

Gert Lauermann

Dieser Beitrag wurde unter Interna veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.