Feierlicher Abschluss des Pilotprojektes SPRACHROHR

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Die Jugendlichen aus dem Haus Ibrahim kamen ab September in den Genuss, als erste das Projekt „Sprachrohr“ mit Leben erfüllen zu dürfen. Durch die Unterstützung der Stockerauer Festspiele, wo die BesucherInnen 28.000 € für das Projekt gespendet hatten, war es überhaupt erst möglich, das Pilotprojekt zur Förderung und Finanzierung dolmetschgestützter psychosozialer Angebote für Flüchtlinge in unserer Region zu starten.

12 Burschen nahmen an dem kulturell-integrativen, psychosozialen Gruppenangebot „Über-setzen“ im Evangelischen Gemeindezentrum teil „Übersetzen“ bedeutet nicht nur dolmetschen, sondern auch umwandeln oder zu neuen Ufern aufbrechen. Diese Aufbrüche und auch das Ankommen stellen für junge Menschen, gleich ob mit oder ohne Migrationshintergrund, oft eine große Herausforderung dar. Daher wurde ein spezielles Gruppenangebot gemacht, das pädagogische Intervention, Beratung, Kommunikationstraining und therapeutische Hilfe vereinte.

Im zeitlichen Rahmen von 5 Nachmittagen wurde dieses Projekt von einem Psychotherapeuten und einer Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin erfolgreich durchgeführt. Die Begleitung durch Zoreh Pahlavani und Toni Smolka brachte zusätzlich den Vorteil einer sowohl österreichischen als auch „migrations-spezifisch“ iranischen Herkunft. Dadurch wurde die klassische Dolmetscharbeit zum Teil überflüssig gemacht und zusätzlich wichtige Kenntnisse über mentalitätsbedingte „Stolpersteine“ eingebracht. Mit dem vorliegenden Frau-Mann-Geschlechterverhältnis bot sich weiters auch die Möglichkeit an, Rollenbilder und Rollenverhältnisse für die Burschen zur Verfügung zu stellen und persönliche Identifikationsprozesse therapeutisch zu nutzen.

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Die Burschen ließen sich auf die angebotenen Gruppenaufgaben mit großer Offenheit ein und arbeiteten mit hoher Motivation und Freude an den entstehenden Themen. Den Abschluss dieses Projektes bildete am 28. Oktober 2016 eine kleine Feier. Hier überreichten Sissy Hanke  und Gert Lauermann namens des Vereins vor.allem.mensch.punkt! ganz offiziell Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an die Burschen. Sehr interessiert und offen nahmen die Burschen dann noch an einer kleinen Kirchenführung teil. Nicht nur die Burschen, auch das ganze Betreuungsteam und die Initiatoren des Projektes freuten sich über diese integrationsfördernden Erfahrungen und die gelungene Begegnung.

Gert Lauermann

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