Evangelischer Reformationsempfang 2016

reformationsempfang-urkunde

In den stimmungsvollen Hallen des Odeon-Theaters in Wien luden die Evangelischen Kirchen heuer zum traditionellen Reformationsempfang. Weniger traditionell war, dass diesmal Pfarrer Brost und Kurator Lauermann daran teilnahmen. Das Rahmenprogramm war abwechslungsreich und interessant. So machte Dr. Jutta Henner Lust auf die revidierte, druckfrische Lutherbibel 2017, in der immerhin 8,5% der Worte verändert wurden und die Apokryphen des Ersten Testaments enthalten sind. Staatssekretärin Muna Duzdar präsentierte die Kampagne gegen Hass im Netz mit einprägsamen Aussagen wie „Hass ist keine Meinung!“ oder „Hass im Netz ist Bequemlichkeit und Feigheit hoch 2“ und rief zu Zivilcourage auf.

Die „Diakonie de La Tour – Hospizbewegung Kärnten“ erhielt den diesjährigen Diakoniepreis für innovative Sozialprojekte in Kirche und Diakonie der Evangelischen Kirchen in Österreich. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde für das Projekt „Hospizbegleitung für Menschen mit Behinderung“ verliehen. Tod und Sterben von Menschen mit Behinderung seien nach wie vor stark tabuisiert, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hospizbewegung Kärnten überzeugt. Umso wichtiger sei es, dass auch diese Menschen eine würdevolle Begleitung bis zum Lebensende erfahren.

Einen Sonderpreis des Oberkirchenrats A.B. für ihr Engagement im Bereich der Flüchtlingsarbeit erhielt die Evangelische Pfarrgemeinde Leibnitz. Seit Beginn der Flüchtlingskrise im Sommer 2015 setzt sich die Pfarrgemeinde in Leibnitz auf vielfältige Weise dafür ein, dass Menschen aus verschiedenen Ländern miteinander in Kontakt kommen.

Unsere Pfarrgemeinde Stockerau erhielt – wie einige weitere Gemeinden – eine Sonderwürdigung für das Engagement in der Flüchtlingsarbeit im Rahmen des Hauses Ibrahim und des Projekts Sprachrohr. Stolz durften wir diese Würdigung unseren Partnern und Freunden in der katholischen Pfarre und im islamischen Kulturverein weitergeben und sehen sie als Ermutigung und Auftrag an, auch in Zukunft im Rahmen unserer Möglichkeiten für die Schwächsten in der Gesellschaft tätig zu sein.

Gert Lauermann

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