Weißwurstessen und fränkisches Bier

 

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Der Sonntag nach Pfingsten war ein besonderer Tag! Nein, nicht was Sie denken. Die Stichwahl zum Bundespräsidenten ist nicht gemeint. Die mag zwar spannend gewesen sein, vermag aber in Sachen Lebensfreude und Gemeinschaft eindeutig nicht mitzuhalten. Ja, am 22. Mai hatten wir in Stockerau ein Ereignis, geprägt von geradezu völkerverbindenden musikalischen und kulinarischen Genüssen.

Fünf Franken (das liegt zwar in Bayern, ist aber was ganz anderes) mit ihren Blechblasinstrumenten machten den Gottesdienst zu einem musikalischen Genuss, dem sich selbst die vielen Kinder nicht entziehen konnten. Viele, auch Erwachsene, bestaunten mit offenen Mündern die perfekten Klängen und vergaßen dabei fast aufs Singen. Vor der Predigt durften die Kinder zum Kindergottesdienst, während wir anderen von Pfarrer Brost mit sehr persönlichen und wahrhaftigen Worten beglückt wurden. Christian Brost erzählte von seiner persönlichen Geschichte mit Gott, wie sich sein Gottesbild im Laufe der Zeit immer mehr weitete. Er stellte mit einem Augenzwinkern fest, dass Gott auch die Katholiken lieb hat, auch Menschen in ganz verschiedenen familiären Konstellationen, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, und fragte zuletzt: „Sollte Gott denn auch die Moslems lieb haben?“

Angeregt von derartigen Fragen begaben wir uns auf den Platz vor der Kirche, wo an Heurigentischen exzellentes fränkisches Bier, Weißwürste und Brezen auf uns warteten. Für mich der Höhepunkt dieses Tages – und wir stellten fest, dass Gott ganz offensichtlich auch die Bayern – Verzeihung: die Franken – liebt.

Kurator Gert Lauermann 

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