Gott ist unbezahlbar – die Kirche nicht!

Ab dem 1. Jänner 2016 wird es Änderungen beim Kirchenbeitrag geben. Die Bemessungsgrundlagen für den Kirchenbeitrag sollen auf ein Niveau gebracht werden, das dem österreichischen Durchschnitt entspricht. Dazu wird auch eine neue Schätzungsmethode auf Basis aktueller, detaillierter Daten der Statistik Austria eingeführt. Auf der anderen Seite kann der Einhebesatz von 1,5 auf 1,2 Prozent gesenkt und gleichzeitig das Kirchenbeitragsaufkommen stabil gehalten werden.

Am fairsten ist natürlich der Nachweis des tatsächlichen Einkommens, z.B. durch einen Einkommenssteuerbescheid oder einen Jahreslohnzettel. Dann ist der Kirchenbeitrag punktgenau berechenbar.

Wofür wird der Kirchenbeitrag verwendet?

100 Euro Kirchenbeitrag verteilen sich so (statistischer Durchschnittswerte):

  • 28 Euro dienen der Grundfinanzierung der Kirchengemeinde, das Geld bleibt also vor Ort
  • Alle weiteren Beiträge gehen zunächst an die Evangelische Kirche in Österreich und werden von dort weiter verteilt:
    • 58 Euro finanzieren die Gehälter der Pfarrerinnen und Pfarrer
    • 5 Euro finanzieren die Gehälter der „weltlichen Mitarbeitenden“ (Gemeindepädagogen/innen, Jugendreferenten/innen, Sekretäre/innen…)
    • 5 Euro finanzieren Infrastruktur und Administration (Gebäude, Verwaltung, Kommunikation…)
    • 4 Euro finanzieren konkrete Projekte

Transparenz ist gefragt

Als Service für alle Beitragszahler/innen wird deshalb ab 1. Jänner 2016 ein „online Beitragsrechner“ installiert. Unter www.gerecht.at können Interessierte durch wenige „Klicks“ erfahren, inwieweit ihre persönlichen Interessen in der Evangelischen Kirche das ganze Jahr hindurch zur Wirklichkeit werden. Der Beitragsrechner wird jeder Besucherin, jedem Besucher individuell aufzeigen, welche Themen, Initiativen und Projekte durch den Beitrag ermöglicht werden. Jeder redaktionelle Beitrag wiederum führt durch einen oder mehrere Links auf Seiten der Evangelischen Kirche, sei es regional oder österreichweit.

Dr. Eva Zehetmayer

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