Diakonie 2015

Diakonie GD 2015
(v.l.n.r.: Lekt. Lenius, Pfr. Brost, Lekt. Oblak)

Diakonie ist in den letzten Wochen und Monaten in aller Munde. So wie Caritas, Rotes Kreuz und andere weniger bekannte NGOs setzt sich die Diakonie in der Flüchtlingsfrage vehement für eine solidarische, menschenachtende Reaktion auf den Flüchtlingszustrom in unser Land ein.

Und Diakonie ist nicht nur das. Die Diakonie ermöglicht auch Menschen mit besonderen Bedürfnissen ein den Gegebenheiten entsprechendes Leben mit Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung.

Und mehr noch ist Diakonie: In unserer eigenen Pfarre gibt es diakonische Initiativen und Menschen, die einen diakonischen Dienst tun – fast im Verborgenen. Auch wenn davon nie in den Medien berichtet wird: Gerade auch dieses Engagement ist es ein Grundpfeiler einer solidarischen Gemeinde.

Gemeindliche Diakonie

Wenn sich die Besuchsdienstmitarbeiterin auf den Weg zu einem Besuch macht – und das können auch einmal bis zu 50 km sein, die da in unserer Diaspora zurückgelegt werden – kann sie nicht sicher sein, welche Situation sie an ihrem Zielort erwartet. Wird sie freundlich empfangen oder eher schnell abgewimmelt, ohne dass sie erkennen kann, ob es Scheu vor dem Besuch ist oder Angst vor dem „Nachher-eh-wieder-allein-Sein“? Oder kommt es zu einer Begegnung, die einem selber das Herz aufgehen lässt, weil ein dankbarer, offenherziger Mensch sich über den Besuch freut?

Menschen, die in die Jahre gekommen sind und ihre Mobilität vielleicht auch schon eingebüßt haben, will der Besuchsdienst vergegenwärtigen, dass wir als Gemeinde sie nicht vergessen haben. Die Besuchsdienstmitarbeiterin ist also stellvertretend für die Gemeinde unterwegs, so wie andere Mitarbeiterinnen in der Gefängnisseelsorge und der Krankenhausseelsorge auch im Auftrag der Gemeinde ihren Dienst tun.

Ein anderes Beispiel: Eine Gruppe von hilfsbereiten Menschen fand sich zu einer Entrümpelung eines Hauses, das von einer alleinstehenden Frau bewohnt wird. Auch das ist Diakonie! So war auch das Besorgen und Finanzieren einer Waschmaschine für eine Flüchtlingsfamilie und eines Badezimmerregals für ein bedürftiges Gemeindemitglied ein diakonischer Beitrag unserer Pfarrgemeinde.

Diakonie-Gottesdienst

Die vielfältigen Dienste unserer Gemeinde galt es im Diakoniegottesdienst zu würdigen. Diesen besonderen Gottesdienst feierten wir in Stockerau am 20. September in der Lutherkirche.
Schon fast zur Tradition geworden ist dabei die Segnung jeder/jedes Einzelnen. Den Zuspruch, aus der Kraft Gottes zu leben und Gottes Liebe unter uns Menschen erfahrbar zu machen, den kann man nicht zu oft bekommen. Und Kraft tanken ist nicht nur für DiakoniemitarbeiterInnen Grundlage ihres Handelns. Christliche Nächstenliebe speist sich aus dem Glauben an Gottes bedingungsloses Ja zu allen Menschen.

Auch wenn die Flüchtlingsproblematik medial überhand nimmt – gefangene, kranke, einsame und alleinstehende Menschen sind ebenso auf unsere Solidarität angewiesen. Ein herzliches Danke an dieser Stelle für ihren persönlichen Einsatz allen unseren DiakoniemitarbeiterInnen!

Irmi Lenius

Diakonie Dankeskarte

 

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