Pfingstvigil

Bereits zum dritten Mal in Serie trafen sich evangelische, katholische und orthodoxe Christen aus dem Dekanat Stockerau in unserer Kirche zur feierlichen Einstimmung auf das Pfingstfest.

Eine besondere Liturgie …

Die sinnliche Liturgie habe ich heuer besonders intensiv empfunden. Unsere Christusfigur im Altarraum war optisch in den Mittelpunkt gerückt und wurde bei jeder Bibellesung in einer anderen Farbe beleuchtet.

Pfingstvigil 2015-2
(Foto: Gery Braunsteiner)

Nur beim Entzünden der einzelnen Kerzen an der Menora vor jeder Lesung wurde das Licht gedrosselt. Bei meditativem Gesang im gedämpften Licht wurde spürbar: „Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht.“

Die sechs Lesungen wurden teilweise auch inszeniert – von Frauen aus Stockerau pantomimisch dargestellt, von den Kolomansschwestern im Sprechchor vorgetragen oder mit akustischer Untermalung vorgetragen. Bibeltexte so zu hören erschließt im Hörenden andere Ebenen. Ein Nachempfinden, ein Sich-hineinversetzen wird so erleichtert.

Die von Manfred Plattner, Pastoralassistent in Stockerau, gehaltene Kurzpredigt war als ein Gebet sehr persönlich gehalten. Ein weiterer Höhepunkt war die Salbung aller BesucherInnen. Den Zuspruch des Geistes Gottes in Verbindung mit wohlriechendem Chrisam – das tat einfach gut.

… mit einem bewegten Schluss

Nach dem von Franz Forsthuber (Pfarrer in Spillern) gesungenen Schlusssegen war noch lange nicht Schluss. Im Gemeindesaal wartete zwar eine Jause, aber zuvor wurde noch getanzt. Ulli Bixa, die regelmäßig bei uns im Gemeindezentrum Kreistanzen anbietet, verführte uns mit dem Klezmertanz „Freylekh“ (jiddisch „das Fröhliche, der Lebhafte“). Danach gings ans Jausnen und Miteinander-ins- Gespräch-kommen.

Die stimmungsvolle Vigil brachte uns Christen ein Stück näher und machte uns alle um ein schönes gemeinsames Erlebnis reicher. Herzlichen Dank an alle Beteiligten!

Irmi Lenius

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