MitarbeiterInnenfest

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Der neue Gemeindesaal ist nun seit etwa einem Jahr fertig – ein guter Anlass, um jenen zu danken, die mitgeholfen haben, diesen Raum zu schaffen.

So waren also alle MitarbeiterInnen am Freitag, dem 14. November, ins Gemeindezentrum eingeladen, die neuen Räume zu benützen, zu genießen und auch die Entstehungsgeschichte noch einmal gemeinsam zu betrachten. Fast 50 MitarbeiterInnen kamen in den festlich geschmückten Raum, aßen, tranken und feierten gemeinsam.

Ein Blick zurück

Nachdem alle sich reichlich gelabt hatten, ergriff Pfarrer Christian Brost das Wort und skizzierte noch einmal sehr lebendig die Bauhistorie, die über die vergangenen fünf Jahre hinweg die Geschichte unserer Gemeinde wesentlich geprägt hat. Nach einigen Jahren der vorbereitenden Überlegungen fiel im Juni 2009 die endgültige Entscheidung für das „Projekt Lebensraum“. Wenige Monate später begannen die Arbeiten mit der Erneuerung des Heizungskellers – nicht zu früh, denn sonst wäre der Pfarrer wohl bald mit seinem Schreibtisch einen Stock tiefer gesessen, wie ihm die Experten vorhersagten. Nicht nur an diese Einsturzprognose, sondern auch an den wochenlangen Dieselgeruch der Bagger und die Staubwolken, von denen die Arbeiten am Kirchenboden, im Vorraum und im Sanitärbereich begleitet wurden, erinnerte sich Pfarrer Brost noch lebhaft.

Er erzählte auch von unliebsamen Überraschungen, wie z.B. der Mitteilung, dass das Bundesdenkmalamt entgegen den Erwartungen doch keine Zuschüsse erteilte. Geld für das Projekt kam unter anderem von vielen Benefizveranstaltungen, die die Pfarre organisierte. Unter anderem fand im Jahr 2010 das erste „Philosophische Kulinarium“ statt, das sich mittlerweile als jährlicher Fixpunkt in Stockerau etabliert hat.

Im Jahr 2012 begann die zweite Bauphase mit dem Abriss des alten Gemeindesaales. Dieser wurde völlig umgestaltet und neu aufgebaut, bis er schließlich erstmals im Oktober 2013 benützt wurde – für die legendäre Lesung „Der Jesus und seine Hawara“ mit Willi Resetarits. 2014 erfolgte schließlich die offizielle Einweihung mit einem Festgottesdienst.

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… und nach vorne

Den Abschluss der Rede bildete eine Andacht, bei der Christian Brost den Gedanken in den Mittelpunkt stellte, dass im geistlichen Bereich nicht wir bauen, sondern Gott selbst uns unseren Lebensraum gibt, der schließlich zum Liebesraum werden kann. Wenn Gott uns aufgebaut hat, können wir gemeinsam die anderen aufbauen.

Ein geselliger Abend

Anschließend an diese sehr kurzweilige, emotionale und persönlich geprägte Rückschau des Pfarrers gab es die Gelegenheit, bei einer Fotoschau die wichtigsten Bauphasen noch einmal vor Augen zu führen. Viel Staunen, aber auch Schmunzeln begleitete diese Bilder, mancher Kommentar zeigte, dass die Erinnerung bei den MitarbeiterInnen noch sehr lebendig ist.

Dieser Abend machte genau das spürbar, was während der jahrelangen Mühen, Anstrengungen, Geldsorgen, Pannen und schönen Momente immer über allem gestanden war: der Wunsch, Raum zu schaffen für Begegnungen, Gespräche, gemeinsames Feiern und Fröhlichsein – Raum zum Leben.

Christine Andel

 

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