Der Herbst – eine lehrreiche Zeit

Der Sommer neigt sich seinem Ende zu – ich hoffe, Sie hatten eine gute, erholsame Zeit, liebe Gemeindeglieder!

Wir brauchen solche unverzweckten Zeiten, in denen wir unsere Existenz nicht rechtfertigen müssen; Tage, an denen wir nicht funktionieren im alltäglichen Getriebe, sondern einfach leben: atmen, essen, schlafen, lesen, faulenzen, uns treiben lassen, entspannt erleben, wie die Zeit vergeht…

Das neue Schuljahr

Der Herbst kommt und mit ihm der Schulbeginn. Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern ein gutes Schuljahr mit positiven Erfahrungen in der Klassengemeinschaft und erfreulichen Lernerlebnissen.

Im Familiengottesdienst am 7. September, zu dem ich Sie herzlich einlade, werden wir den Schulanfang gemeinsam feiern!

Evangelischer Monat Oktober

Für den Oktober haben wir uns für die Gottesdienste in Stockerau liebe Gäste eingeladen, die im Rahmen einer Predigtreihe zum Thema ’Mein Jesus’ predigen werden. Es sind dies

  • die Leiterin der Österreichischen Bibelgesellschaft Dr. Jutta Henner
  • der Geschäftsführer des österreichischen  „Koordinierungsausschusses für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ Dr. Markus Himmelbauer und
  • Prof. Dr. Markus Öhler von der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Wien.

Während des ganzen Monats bieten wir auf  unserem Büchertisch im Anschluss an die Gottesdienste gute Literatur (auch zum Thema!) sowie Kalender und Kinderbücher zum Verkauf an. Herzliche Einladung zum Schmökern und bestellen!

Lernen im Glauben

Welches Bild haben Sie von Jesus, liebe Leser?

Mir hat beim Nachdenken über mein Jesusbild ein Buch des klugen katholischen Theologen Dr. Wilhelm Bruners sehr geholfen.

In seinem Büchlein  ‚Wie Jesus glauben lernte’ beschreibt Bruners (ausgehend von Hebr 5,8): „So hat er (gemeint ist Jesus), wiewohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt…“, dass Jesus nicht nur Lehrer, sondern auch Schüler war, Lernender, so wie wir alle.

Und wie bei uns allen stand auch bei Jesus Lernen und Leiden in einer engen Beziehung zueinander. Viele Lernschritte in unserem Leben sind mit Leiden verbunden, denn beim Lernen geht es darum, bisherige Positionen aufzugeben, Vertrautes zu verlassen, Entscheidungen zu korrigieren, Sicherheit aufs Spiel zu setzen. Deswegen fällt uns das Lernen ja so schwer, weil wir nicht gerne leiden und deshalb viel lieber auf unseren Standpunkten stehen bleiben, uns weigern den nächsten Schritt im Glauben/Leben zu wagen.

Lernen im Glauben für das alltägliche Leben braucht seine Zeit, denn es ist nicht nur eine Kopfsache, sondern hat ganz viel mit Herzensbildung zu tun sowie einem achtsamen Umgang mit unserm Leib.

So freut es mich sehr, dass die Tanzpädagogin Ulli Bixa ab Herbst in unserem neuen Gemeindesaal monatliche Tanzabende anbieten wird, die den Teilnehmenden Impulse auf dem Wege der geistigen Entwicklung vermitteln und eine weite Perspektive aus Gebetsformen und spirituellen Texten eröffnen.

Dass der Herbst in diesem Sinn eine lehrreiche Zeit werden möge,

wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Christan Brost

Ans Kreuz genagelt findet es
keine Antwort bis heute nicht
denn auch das leere Grab
ist kein Beweis 

Außerhalb von Tod und Grab
und weit entfernt von
frommer Überzeugung
lässt ER sich finden lebendig
im Endlos des Alltäglichen 

Drum nichts spart
der Erzähler aus
was menschlich ist
an IHM 

Dem Gottsohn
Dem Geliebten 

w. bruners

 

 

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