Lektorenarbeit in Niederösterreich

 

Lektoren
(v.l.n.r. A. Andel, I. Lenius, Pfr. Chr. Brost, I. Oblak, U. Vogel)

Im Herbst findet die niederösterreichische Lektorentagung erstmals in unserem neuen Gemeindezentrum in Stockerau statt. Was passiert da eigentlich? Oder anders gefragt: Wie bilden wir Lektorinnen und Lektoren uns aus und weiter?

Wenn Ingrid Oblak, Irmi Lenius, Uta Vogel oder ich in einem Gottesdienst nun auch das Abendmahl einsetzen, dann dürfen wir das, weil wir zuvor ein Seminar besucht haben, in dem es um die Bedeutung, aber auch um praktische Aspekte der Abendmahlsfeier gegangen ist.

Österreichweite Grundausbildung

Die Evangelische Kirche Österreich hat in ihrer Lektorenordnung festgelegt, welche Ausbildung zu welchen liturgischen Handlungen berechtigt. Nach einer 3-jährigen Grundausbildung gibt es verschiedene weiterführende Seminare, die Lektoren in Folge berechtigen, Predigten selbst zu verfassen, das Abendmahl einzusetzen oder auch Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen zu leiten. Wir Lektoren wählen für uns selbst, welche dieser Berechtigungen wir erwerben möchten; um die entsprechende Ausbildung besuchen und in Folge diese liturgischen Handlungen auch durchführen zu dürfen, bedarf es grundsätzlich einer Beauftragung durch das Presbyterium.

NÖ Lektorenfortbildung

Parallel zu dieser österreich-weiten Lektorenausbildung gibt es die diözesane Lektorenfortbildung. Die Leitung der NÖ Lektorenarbeit hat unser Pfarrer Christian Brost inne. Ihm zur Seite stehen drei Lektorenvertreter, das aus dem Kreis der etwa 70 nö. Lektorinnen und Lektoren gewählt werden. Dieses 4-köpfige Leitungsteam plant, organisiert und leitet in der Regel halbjährlich ein ein-, manchmal zweitägiges Lektorentreffen.

Wir haben uns als Leitungsteam drei Hauptziele gesetzt:

  • Wir wollen unsere Treffen abwechselnd in den verschiedenen niederösterreichischen Gemeinden abhalten. So lernen wir die Gemeinden und deren individuellen Besonderheiten, Möglichkeiten, aber auch Herausforderungen kennen und können immer wieder wertvolle Anregungen für unsere eigenen Gemeinden mitnehmen.
  • Wir wollen breiten Raum für den persönlichen Austausch unter den Lektorinnen und Lektoren bieten. Nicht nur das Arbeiten in Gruppen, sondern auch das gemeinsame Mittagessen und unverzweckte Pausen bieten die beste Gelegenheit für interessante Gespräche, wertvollen Erfahrungsaustausch und nicht zuletzt für das Knüpfen und Vertiefen von Kontakten.
  • Inhaltlich erarbeiten wir Themen, die theologisch und/oder praktisch die Lektorenarbeit betreffen. So war etwa ein Treffen „Hiob“ gewidmet, ein anderes beschäftigte sich mit der Liedauswahl, dem Gesangs- und Gottesdienstbuch. Unser nächstes Treffen in Stockerau wird sich mit der Person „Jesus“ beschäftigen, als Referenten haben wir Univ. Prof. Dr. M. Öhler gewonnen.

Für uns Lektoren ist die laufende Fortbildung besonders wertvoll und wichtig, um unserer ehrenamtlichen Arbeit verantwortungsvoll nachkommen zu können. Dass wir in Stockerau mit Christian Brost den NÖ Lektorenleiter und begleitenden Pfarrer in Personalunion haben, ist für uns vier freilich ein Glücksfall.

Andreas Andel

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