Geistliches Wort zu Pfingsten

Kürzlich las ich eine köstliche Pfingstgeschichte, liebe Leserinnen und Leser!

Da erinnerte sich ein Journalist an seine Kindheit. Als Elfjähriger war er zutiefst von der Pfingstgeschichte beeindruckt gewesen. Dass da einfache Leute in fremden Sprachen reden konnten, faszinierte ihn. Als er nachfragte, meinte sein Vater, dass sich so etwas auch heute noch ereignen könnte, denn für Gott ist nichts unmöglich. Und wenn ein Mensch ganz fest um den Heiligen Geist bäte und darauf vertraute…

Nun war der junge Mann in der Schule kein Musterschüler. Besonders mit den Fremdsprachen tat er sich hart. Aber wozu gab’s denn den Heiligen Geist!

Das Pfingstfest kam und er glaubte ganz fest daran, den Heiligen Geist geschenkt zu bekommen. Auf die erste Englischprobe nach den Ferien bereitete er sich nicht vor. Wozu auch – der Heilige Geist konnte alle Sprachen!

Es kam, wie es kommen musste – er schrieb die schlechteste Arbeit der Klasse. Heulend berichtete er zuhause seinem Vater vom totalen Versagen des Heiligen Geistes. Sein Glaube war zusammengebrochen. Schließlich kam ihm der Vater zu Hilfe:

„Weißt du“, sagte er, „der Mensch muss alles tun, was er von sich aus tun kann. Dann kommt ihm auch Gott mit seinem Geist zu Hilfe. Jeder Mensch bekommt eine ganze Menge Fähigkeiten mit auf seinen Lebensweg. Eine der Wichtigsten ist die, zu erkennen, was man selbst tun kann und muss.“

Gott lädt uns zur Mitarbeit ein. Er vollbringt heute noch Wunder – vorzugsweise mit unserer Hilfe! Mit unserer Hilfe will Gott Hungrige satt machen und Nackte kleiden, mit uns besucht er Kranke und Gefangene. Dass in unseren Herzen sein guter Geist wohne und in unserer Kraft seine Kraft sei, wünsche ich uns allen.

Einen in diesem Sinne arbeitsreichen Sommer wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Christian Brost

 

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