Geistliches Wort zum neuen Jahr

Hände
(Foto: Déz Magnér, http://www.sxc.hu)

Gott nahe zu sein ist mein Glück.
(Jahreslosung für das Jahr 2014)

Das Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
(Albert Schweitzer)

Mit der Jahreslosung möchte ich Sie, liebe Leserinnen und Leser unserer Homepage, herzlich grüßen und Ihnen ein gutes, gesundes und erfreuliches neues Jahr 2014 wünschen!

Am Anfang eines neuen Jahres häufen sich die guten Wünsche, Glücksbringer werden ausgetauscht, und innerlich beschäftigt viele der Gedanke, was das neue Jahr wohl mit sich bringen wird.

Jeder hat seine eigene Vorstellung vom Glück: ein harmonisches Familienleben, in dem ich Zuwendung bekomme, ein funktionierendes soziales Netz, in dem ich mich bewege, eine erfüllende berufliche Aufgabe mit gesunder Balance zwischen Leistung und Freizeit, Wohlstand, Wellness, Schönheit…

Unser Psalmbeter hat etwas anders gesucht und gefunden: „Gott nahe zu sein ist mein Glück!“ ruft er uns zu und will uns damit neugierig machen.

Viele Geschichten in der Bibel erzählen von Menschen, die Überraschendes mit Gott erlebt haben: Abraham, der seine vertraute Umgebung verließ, weil er bemerkte, dass etwas nicht allein schon deswegen gut ist, weil es immer so war, und der dank Gott in neuer Umgebung sein Glück findet; Jakob, der nach einem Betrug an seinem Bruder die Erfahrung macht, dass erschwindeltes Glück unglücklich macht und sich mit Gottes Hilfe an die Versöhnung mit dem Bruder macht; der Zöllner Zachäus, der lernt, dass materieller Wohlstand gelingende Beziehungen nicht ersetzen kann, und nach einer Begegnung mit Jesus beginnt an diesen Beziehungen zu arbeiten.

All diese Menschen können mit dem Psalmbeter sagen: Gott nahe zu sein ist mein Glück.

Und Gott ist uns nahe – das hat Jesus Christus verkündigt und mit seinen Taten belegt. Die Frage ist, ob wir die Nähe Gottes suchen und zulassen wollen: z.B. beim Besuch des Gottesdienstes oder einer Veranstaltung der Kirchengemeinde, bei persönlicher Bibellektüre oder beim Gebet im stillen Kämmerlein. Zu entdecken gäbe es viel:

  • die Gewissheit, dass wir nicht allein sind in dieser Welt, sondern einen guten Gott an unsere Seite haben, der uns liebt und dazu beiträgt, dass unser Leben gelingt;
  • die Erfahrung, dass Gott in Rufweite ist und wir nichts tun können, das dazu führt, dass er uns weniger liebt. Es gibt keine Schuld, die nicht vergeben werden kann und keinen falschen Weg, auf dem wir nicht umkehren könnten;
  • das Vertrauen, dass alles, was geschieht, einen Sinn hat und unser Leben keine Irrfahrt, sondern ein Heimweg ist in eine Ewigkeit ohne Leid, Schmerz und Tränen.

Das Glück dieser Gottesnähe wollen wir in unserer Kirchengemeinde gerne mit anderen Menschen teilen. Sie sind herzlich eingeladen, in diesen Lebensraum einzutreten.

Wir sind gespannt, was Gott in diesem neuen Jahr 2014 für uns als evangelische Kirchengemeinde im Weinviertel bereit hält.

Ihr
Pfarrer Christian Brost

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