Oh Täler weit, o Höhen…

Chor Wochenende Annaberg 2013
Quelle: Intern

So beginnt ein bekanntes Lied von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Romantische Chormusik – ein Stück fürs Herz könnte man sagen. Passend als Titel für das Chorwochenende in Annaberg, das Ende Juni unter der Leitung von Diözesankantorin Sybille von Both stattgefunden hat.

Aus der ganzen Diözese waren Sängerinnen und Sänger – 36!!!, davon 9 aus Stockerau – im Jungen Hotel Annaberg zusammengekommen und bildeten gemeinsam einen relativ ausgewogenen Chor. Die Kunst ist wohl, für einen derart einmaligen Klangkörper die geeigneten Chorwerke auszuwählen. Es soll leicht lernbar sein, damit man Erfolg erlebt; es soll ein bisschen anspruchsvoll sein, damit alle gefordert werden; und last, but not least soll es als Konzertprogramm zusammenpassen.

Denn das war von Anfang an klar:

Es gibt am Ende eine Aufführung.

Dieses Kunststück oblag unserer Sybille. Mit professionellem Fingerspitzengefühl – nicht nur am Klavier, sondern auch bei der Einstudierung – erarbeitete sie mit uns 12 Werke. Der Bogen spannte sich u.a. vom Volkslied „Kein schöner Land“ über eine Psalmballade von Matthias Nagel, „Da pacem“ Kanon von Melchior Frank, einem Traditional aus Südafrika, dem Spiritual „Joshua fight the battle of Jericho“ zu Werken von Mendelssohn Bartholdy und von Johannes Brahms.

Wir haben ambitioniert geübt und Sybille hatte tolle Unterstützung. Für die Organisation, also Quartier, Wanderung am Freitag, die nicht alle mitmachten, und – besonders hervorzuheben: das Fischgrillen am Freitag Abend zeichnete Peter Schirnhofer verantwortlich und hat sich in unser aller Herzen gegrillt.

Und weil ein flexibler Körper leichter singt (und das gute Essen besser verträgt!) gab es morgens eine besondere Gymnastikeinheit. Besonders, weil sie von Superintendentialkuratorin Gisela Malekpour persönlich angeleitet wurde.

Der Samstag Abend wurde von einer Volkstanzgruppe der Umgebung gestaltet. Nach einigen Darbietungen wurden die Volkstänzer kaum müde, uns wieder und wieder die richtigen Schritte beizubringen. Es zeigte sich, dass ein gewisses Taktgefühl sowohl beim Chorsingen als auch beim Tanzen von Vorteil ist.

Am Sonntag feierten wir eine Andacht, von Gisela gestaltet, bevor wir nach der Gymnastik an den Feinschliff gingen. Die gröbsten Schwächen wurden noch ausgemerzt und alles durchgemacht. Für Spannung war gesorgt, weil natürlich könnte etwas schiefgehen, jemand einen Ton nicht treffen oder vergessen, welche Strophen gesungen werden, oder den Rhythmus nicht haben. Aber die Gelassenheit unserer Sybille war inspirierend. Was soll schon schiefgehen, wenn Sybille mit ihrer unvergleichlichen Ruhe und Souveränität vorne steht, die Töne angibt und uns in die Musik hineinzieht?

Am Abend dann endlich die Auf-führung im Bethaus in Ulreichsberg. Ja, das ist dort, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen. Die idyllische Lage ist wohl auch der Grund, dass wir Ausführenden in der Mehrzahl waren. Aber das tat dem Chorwochenende keinen Abbruch.

Wir vom Singkreis Stockerau waren heuer das erste Mal dabei. Wir haben viele nette ChorsängerInnen aus NÖ kennengelernt, wir nehmen neu gelernte Chorstücke mit nach Hause und es hat unseren Herzen gutgetan. Wir erlebten eine offene, nette Gemeinschaft, eine tolle Organi-sation und eine professionelle Leitung!

Wir werden es weitersagen UND wiederkommen im nächsten Jahr!

Irmi Lenius

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