Gott baut auf!

NÖ Kirchentag 2013 innen
Quelle: Werner Pelz

Unter diesem Motto stand am Fronleichnamstag der Evangelische Kirchentag in Korneuburg. Ein Altar aus Maurerplanken, die Lesung von Ziegelsteinen abgelesen und die Kinder in Scheibtruhen zum Kindergottesdienst geführt – so hatten wir BesucherInnen Gottes Baustellen humorig vor Augen. Aber – wie Pfarrerin Anneliese Peterson trefflich formulierte – bevor wir munter weiter machen, sollten wir uns fragen: sind wir auf der richtigen Baustelle? Gott baut auf! Das ist aber nicht unbedingt dort, wo am meisten weitergeht. Das ist nicht unbedingt dort, wo große Feste gefeiert werden, und auch nicht unbedingt dort, wo zeitgemäße Bauten entstehen.

Wir dürfen uns freuen, wenn etwas weitergeht – in unseren Gemeinden, in unserer Kirche, in unserem Leben. Aber achten wir darauf, auf welcher Baustelle wir bauen! Auf Gottes Baustellen gelten oft ganz andere Maßstäbe als unsere Erfolge, Wachstum und menschliche Leistung. Gott baut auf – und wir sind gerufen mit zu bauen! Mit ganzem Einsatz, aber nicht nach den Maßstäben unserer Leistungsgesellschaft. Daran – und an den Psalm vom verworfenen Eckstein – erinnerte mich der Festgottesdienst zum Kirchentag einprägsam.

NÖ Kirchentag 2013 - aussen
Quelle: Werner Pelz

Als wir bei Trompetenklängen dem „Rattenfänger“ nach vom Stadtsaal zur Evangelischen Kirche zogen, passierte etwas gar nicht Aufbauendes: Es begann richtig stark zu schütten. Wer wie ich keinen Schirm hatte, wurde in wenigen Sekunden triefnass. Und doch fiel das mit viel Aufwand und Liebe vorbereitete Fest nicht ins Wasser. Die Menschen, die blieben, rückten näher zusammen – unter ihren Schirmen, im Kircheneingang, in den Festzelten und in der Kirche. Und wurden mit einem tollen Nachmittagsprogramm und vielen guten Gesprächen und Kontakten. belohnt Ja, Gott baut eben auf seine Weise auf!

Gert Lauermann

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