Spillern im Rück- und Ausblick

Spillern Heilandskirche aussen

(Foto: Evang. Pfarrgemeinde Stockerau)

Für den 30. November 2012 hat die ARGE Spillern alle evangelische Gemeindeglieder aus Spillern eingeladen, im Sitzungssaal der Gemeinde die aktuelle gottesdienstliche und pfarrgemeindliche Situation zu analysieren und Wünsche und Bedürfnisse für die Spillerner zu artikulieren.

In einer ersten Runde betonte Pfr. Brost die Verbundenheit der Gesamtgemeinde mit Spillern sowie seine besondere Wertschätzung der Spillerner Kirche. Dem folgte eine Darstellung der gottesdienstlichen Entwicklung in Spillern, die einen über die Jahre kontinuierlichen Rückgang der Gottesdienst-besucher verzeichnet.

Der Runde war es wichtig, Wunsch und realistischen Bedarf differenziert zu betrachten. Natürlich wünschen sich alle ein reges gottes-

dienstliches Leben mit zahlreichem Besuch in Spillern, doch der aktuelle Bedarf zeichnet ein anderes Bild: So manche fühlen sich seit vielen Jahren (teils gemeinsam mit ihren katholischen Ehepartnern) in der katholischen Gemeinde beheimatet und „gut versorgt“, andere sehen und erleben selbst ein Zusammenwachsen mit Stockerau: Spillern wird immer stärker nicht mehr als Diaspora-Gemeinde, sondern als Teil von Stockerau empfunden – auch aufgrund der geografischen Nähe.

Alle waren sich einig, dass – bei realistischer Betrachtung – aktuell kein Bedarf an regelmäßigen Gottesdiensten in Spillern gegeben ist. Es erscheint aber möglich und wünschenswert, dass ein solcher Bedarf sich in Zukunft ergeben könnte: etwa durch eine verstärkte Teilnahme von Spillernern an den Gottesdiensten in Stockerau oder durch den Zuzug von evangelischen Familien, die sich in Zukunft eine Wiederaufnahme eines gottesdienstlichen Betriebs in Spillern wünschen könnten.

Ebenfalls einig war sich die Runde, was die Bedeutung der Heilandskirche nicht nur für die evangelischen, sondern für alle Spillerner betrifft. Wir sind als Gesamt-Gemeinde gefordert, die bauliche Erhaltung sicherzustellen und eine mögliche Nutzung der Kirche (auch abseits von Gottesdiensten) anzudenken. Alle stimmten überein, dass solche Veranstaltungen in der Heilandskirche natürlich von der gesamten Diasporagemeinde unterstützt, jedoch von den Spillernern selbst initiiert und „getrieben“ werden müssen.

So hat diese sehr konstruktive und offene Runde dazu beigetragen, eine realistische Einschätzung der gegenwärtigen Situation in Spillern zu gewinnen und gleichzeitig eine Perspektive für die Zukunft zu entwickeln, die Offenheit für mögliche Entwicklungen gewährleistet.

Andreas Andel, Presbyter

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