Diakonie – Hilfe zum Leben

Die Diakonie ist der Sozialverband der evangelischen Kirchen. Als Netzwerk zahlreicher Einrichtungen setzt sie sich zum Wohle aller Not leidenden und gefährdeten Menschen ein.

Sie zählt zu den fünf größten österreichischen Wohlfahrtsorganisationen.

Die Kernkompetenzen der Diakonie Österreich liegen in der Arbeit mit

  • Menschen mit Behinderungen
  • pflegebedürftigen, kranken und älteren Menschen
  • Menschen auf der Flucht
  • Kindern und Jugendlichen.

So steht es auf der Homepage der Diakonie (www.diakonie.at), auf die man über die Internetseite der Evangelischen Kirche Österreichs gelangt.

Also ist Diakonie doch ein „ur-“evangelischer Begriff. Aber er bedeutet noch mehr als diese Wohlfahrtsorganisation.

In der biblischen Tradition bedeutet diakonia „der Dienst am Menschen in der Not“.

Diakonia bedeutet aber auch dort Hilfe zu geben, wo sie gebraucht wird, Gerechtigkeit zu fordern in Situationen der Ausgrenzung und für jene öffentlich einzutreten, deren Stimme nicht gehört wird.

Als eines der drei Wesensmerkmale christlicher Kirchen (Diakonie, Liturgie und Martyrium=Zeugnis geben) findet Diakonie auch immer ihren speziellen Ausdruck in jeder Gemeinde.

In unserer Gemeinde gibt es Schwerpunkte in folgenden Bereichen:

  • Besuchsdienst: Besuche bei älteren Menschen und zu besonderen Geburtstagen
  • Gefängnisseelsorge: Gesprächsrunden und Gottes-dienste für Häftlinge in der Haftanstalt Sonnberg
  • Krankenhausseelsorge: Besuche bei evangelischen Patienten in den Krankenhäusern Hollabrunn und Stockerau, in Stockerau auch Gottesdienste für Patienten und Auswertige, tlw. auch ökumenisch.

Der Dienst am Nächsten holt diesen aus seiner Einsamkeit. Will ihn spüren lassen, dass er in der Gemeinschaft geborgen ist. Die Besuche – ob im Gefängnis oder im Krankenhaus, aber auch bei jedem zu Hause – wollen ein offenes, verzeihendes und liebendes Gottesbild vermitteln.

Sehr oft passiert es, dass ich als Krankenhausseelsorgerin in der Begegnung mit einer Patientin, einem Patienten ebenso beschenkt werde. Die Offenheit, zu der manche Menschen bereit sind, lässt mich den Sinn meines Einsatzes immer wieder dankbar und klar erkennen.

Die evangelische Kirche Österreichs hat das Jahr 2013 als das Jahr der Diakonie deklariert. Es wird also im kommenden Jahr das Thema ins Zentrum gerückt und auch wir als Pfarrgemeinde werden uns mit dem Thema Diakonie noch intensiver auseinandersetzen.

Irmi Lenius

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