Der Mensch lebt nicht vom Brot allein …

… es muss auch etwas Wurst drauf sein. Doch irgendwo muss diese Wurst gelagert werden. Jemand muss die Wurstbrote vorbereiten. Dazu braucht es Arbeitsfläche und „Werkzeug“. Es braucht Geschirr, um die Brote anzurichten, Gläser, um zum Brot etwas trinken zu können und am Ende eine Möglichkeit, das alles wieder abwaschen und verräumen zu können.

Längst bin ich von einem „geistreichen“ Sprichwort zu sehr realen Tatsachen gelangt. Wer es jetzt noch nicht erraten hat: es geht um unsere Gemeindeküche.

Nach Jahren des Arbeitens mit einer von Kirchenrenovierung, Alterschwäche und Überfüllung gezeichneten Küche hatte ich in den vergangenen Monaten die große Ehre, das „Projekt: Küchenerneuerung“ in die Hand nehmen zu dürfen.

In der Anfangsphase waren mir die mit Abstand erfahrensten Gemeindeküchen-Expertinnen Herta Klune und Karin Brost bei der Sichtung des Ist-Zustands und der Vorausplanung des Soll-Zustands behilflich. Für ihre Geduld mit mir und meinem manchmal doch sehr forschen Veränderungsdrang möchte ich den beiden von Herzen danken.

(G)Runderneuerung

Der erste sichtbare Schritt der Küchenerneuerung war das Ersetzen des alten Kunststoffbodens durch einen neuen Laminatboden, dessen Beschaffung wir Teemu Korhonen zu verdanken haben. Beinahe zeitgleich traf auch schon die neuwertige Kücheneinrichtung ein, die uns von unserer ehemaligen Presbyterin Eva Thal gespendet wurde. Durch die Arbeit und Mithilfe von Friedrich Kuchler, Karl Schick und weiteren helfenden Händen war dieser erste „Bauabschnitt“ bald erledigt und die Küche bereit für den nächsten Schritt. Für diesen möchte ich mich bei Norbert Flamisch bedanken, der gemeinsam mit mir etliche Nachmittags- und Abendstunden damit verbracht hat, 4 große weiße Kästen zu kaufen und aufzubauen. Nun haben wir in der Küche endlich den Stauraum, der schon so lange nötig war, um die vielen Groß- und Kleinigkeiten unterzubringen, die wir für unsere Gemeindearbeit brauchen.

Aber auch der Inhalt unserer Küche wurde teilweise erneuert. Dank einer riesigen Sachspende an neuen Trinkgläsern, Weingläsern und Cafe-Geschirr durch Romana Sillipp-Schrott sind wir jetzt in der Lage, eine große Menge an Menschen mit einheitlichem und schönem Geschirr zu bewirten. Der neue Geschirrspüler sorgt zu unserer Freude nun für ein wirklich sauberes Ergebnis.

Überarbeitete Hausordnung

Zum Abschluss möchte ich noch auf die neu erstellte Hausordnung hinweisen, die von jetzt an unser Zusammenleben- und arbeiten in den Gemeinderäumlichkeiten erleichtern soll. Die Küche ist nun hoffentlich auch für nicht-regelmäßige BesucherInnen verwendbar, da Abläufe wie Mülltrennung und Küchenreinigung jetzt für jeden und jede nachvollziehbar gestaltet sind.

Eine Gemeindeküche ist zwar kein Kirchenraum, trägt aber auch zu der Art und Weise bei, wie wir uns als Gemeinde präsentieren. Ich bin froh, dass sich unsere Gemeindeküche jetzt vor allem mit Offenheit, Übersichtlichkeit und genügend Stauraum präsentiert und freue mich auf Begegnungen in unserer „neuen“ Küche – ob mit oder ohne Wurst.

Ihr

Vikar Bernhard Petri-Hasenöhrl

 

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