Zeit zum Feiern

 

Über die Jahre war Zeit zum Arbeiten, Zeit zum Verändern, Zeit zum Vollbringen – da musste auch einmal Zeit zum Feiern sein. Am Samstag, den 5. November 2011 öffnete das Volksheim in Stockerau seine Tore und auch seinen großen Saal, damit ein paar dutzend Menschen zusammenkommen können. Menschen, die etwas verbindet, Menschen, die miteinander (und mit anderen, die nicht kommen konnten) das Rückgrat der Evangelischen Pfarrgemeinde Stockerau bilden. Die Pfarrgemeinde hatte die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter eingeladen, einen Nachmittag und Abend miteinander zu verbringen, zu essen und zu trinken, zu feiern und zu plaudern, Erfahrungen und Eindrücke, Sorgen und Geschichten miteinander auszutauschen.

Altes vergeht, Neues entsteht

Angelpunkt des Ereignisses war vor allem das Auslaufen der 6-jährigen Amtsperiode der Gemeindevertretung und des Presbyteriums und der damit verbundene Beginn einer neuen Periode. Auch wenn der Wechsel genau mit Jahresende passiert, ist er in Wirklichkeit ein stetiger Prozess. Altes vergeht, Neues entsteht, Menschen ziehen sich zurück, andere wachsen langsam in die Gemeinschaft und in ihre Aufgaben hinein und andere stehen plötzlich vor der Tür. Trotzdem ist es gut, an solchen markanten Punkten innezuhalten und Ausblick zu halten – und zwar sowohl zurück als auch nach vorne.

Innehalten und Ausblick

Das taten an diesem Abend Kurator Gert Lauermann und Pfarrer Christian Brost für uns. Zuerst wurde uns anhand von Fotos, Zahlen und Fakten vor Augen geführt, was sich in den letzten Jahren in unserer Pfarrgemeinde getan hat. Manchmal war es kaum vorstellbar, wie anders manches vor einigen Jahren noch aussah. Dann lenkte unser Pfarrer den Blick auch nach vorne und nach innen. Die Entwicklungen der letzten Jahre sind sehr erfreulich, aber auch eine große Verantwortung. Ein achtsamer Umgang mit dem Erreichten, aber vor allem mit den Menschen, die diesen Lebensraum in allen seinen Ausprägungen bilden und tragen, ist erforderlich. Über die Statistik des Wachstums hinaus muss auch auf das innere Wachstum geachtet werden. Nur wenn die handelnden Menschen mit den Entwicklungen Schritt halten, sind sie auch nachhaltig.

Doch nicht nur für geistige Nahrung war gesorgt, die Küche hatte mit Backrohr und Friteuse dafür gesorgt, dass die süßen und fleischlichen Bedürfnisse der Gäste im Übermaß am Buffet gestillt werden konnten.

Weltpremiere: „Schlag den Brost“

Als besonderes Ereignis konnten wir miterleben, wie Martin Lauermann die beliebte Show „Schlag den Brost“ erstmals in der Öffentlichkeit vorstellte. Prominente Mitglieder der Gemeinde durften in schwierigen Disziplinen wie Sackhüpfen, Schnapstrinken oder Liedergurgeln gegen den Pfarrer antreten. Eine kompetente Fachjury kürte auch einen Sieger. Die Lösung der Aufgaben war aber schon so unterhaltsam, dass das Ergebnis völlig nebensächlich war und längst in Vergessenheit geraten ist. Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung der Show, die sicherlich bald auch im Fernsehen ein Millionenpublikum begeistern wird.

Das Herzstück des Festes war aber das Zusammenkommen der Menschen. Eine bunte Schar von Menschen jeden Alters hatte Gelegenheit einander zu sehen, Gespräche miteinander zu führen und einander zum Lachen zu bringen. Diese Momente sind es, die mithelfen, eine Gemeinschaft wie unsere Pfarrgemeinde entstehen zu lassen, sie zu festigen und ihr die Kraft zu geben, gemeinsam im Namen Gottes etwas zu vollbringen.

Norbert Flamisch

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