Offensive unserer Kirche gegen Hunger

Die Evangelische Kirche A.u.H.B. in Österreich hat bereits im Jahr 1960 mit der Einführung der Aktion „Brot für Hungernde“ ein Zeichen zur weltweiten Ernährungssicherung gesetzt. In den letzten 51 Jahren wurde auf diesem Weg sehr viel bewegt. Um die Arbeit der Entwicklungszusammenarbeit innerhalb der Kirche zu stärken, haben sich die Evangelische Kirche A.u.H.B., die Evangelische Frauenarbeit und die Diakonie Austria zu einer Kooperation zusammengeschlossen: der Aktion „Brot für die Welt“. Damit wird sich unsere Kirche noch umfangreicher für hungernde und notleidende Menschen engagieren und sich damit für Gerechtigkeit, Frieden sowie die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Es geht um Hilfe zur Selbsthilfe. Mit Menschen wird auf gleicher Augenhöhe gearbeitet.

„Brot für Hungernde“ steht nach 51 Jahren unter dem gemeinsamen Namen „Brot für die Welt“!

„Brot für die Welt“ versucht mit den Augen der Betroffenen zu sehen und Strategien und Lösungen gegen Armut und Hunger zu entwickeln. Die Menschen, um deren Leben und Zukunft es geht, sind und bleiben Akteurinnen und Akteure in eigener Sache – von Veränderungsprozessen, die wir als „Mitmenschen“ finanziell und ideell unterstützen. Es geht darum, Zukunft zu ermöglichen.

Die Aktion „Brot für die Welt“ fördert Projekte, die nachhaltig die lokale Versorgung mit Lebensmitteln sicherstellen, mehr Selbstbestimmung durch Bildung und Integration ermöglichen, die Frieden stiften und sich für die Rechte von Frauen einsetzen. Sie versteht sich auch als Botschafterin, die die Stimmen der Armen zu Gehör bringt – durch Aufklärung und Kampagnen, die das Menschenrecht auf Nahrung öffentlich thematisieren und das globale Lernen und Denken in Zusammenhängen fördern.

Brot bedeutet Frieden in der Welt

Der Bischof der Evang. Kirche A.B. in Österreich Dr. Michael Bünker ist Schirmherr der Aktion „Brot für die Welt“ und schreibt:

„Das Gebet um das tägliche Brot stiftet Solidarität. In Gemeinschaft genossen, schmeckt das Brot besser. Was aber, wenn den anderen das tägliche Brot, um das wir für uns bitten, fehlt? Dann essen wir gestohlenes Brot und werden nur satt, weil andere für uns hungern … Das Gebet um das tägliche Brot verlangt von der Christenheit gleichzeitig den Einsatz für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung. Ohne Gerechtigkeit gibt es kein Brot, ohne Brot keine Freiheit, ohne Gerechtigkeit und Freiheit keinen Frieden in der Welt. Die Vaterunser-Bitte um das tägliche Brot lenkt den Blick wieder auf Jesus von Nazareth. In seinem Leben spielt das Brot sowohl als leibliche Realität wie als religiöses Symbol eine solche Rolle, dass man ihn selbst das ‚Brot des Lebens‘ genannt hat.“

Spendenmöglichkeiten und weitere Informationen finden Sie im Internet auf
http://www.brot-fuer-die-welt.at

Kurator Gert Lauermann

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