Konfirmation 2011

Am letzten Pfingstsonntag durfte ich nach etwas mehr als einem Jahr als Vikar in dieser Gemeinde ein ganz besonderes Fest miterleben: die Konfirmation von neun jungen Menschen.

Unsere Gemeinde, unsere Kirche, lebt!

Nach mehreren Monaten der gemeinsamen Vorbereitung war es am 12. Juni endlich so weit. Pia, Helene, Sarah, Birgit, Kathrin, Daniel, Andreas, Samuel und Florian haben vor ihren Familien und Freunden, vor der versammelten Gemeinde, JA zu ihrer Taufe, JA zu ihrem christlichen Glauben gesagt. Ohne Untertreibung kann ich sagen, dass das einer der ganz großen Momente meines bisherigen Vikariats war. Nicht nur, weil mir die Neun in der Vorberei­tungszeit ans Herz gewachsen sind und ich einen Einblick in die unglaublichen Potentiale bekommen habe, die in den Jugendlichen stecken. Sondern vor allem, weil es mich berührt hat, dass bei der Konfirmation ein bestimmte Tatsache so deutlich sichtbar wurde: Unsere Gemeinde, unsere Kirche, lebt! Sie ist lebendig, weil junge Menschen offen zu ihrem christlichen Bekenntnis stehen. Sie ist lebendig, weil sich über 130 Menschen mit ihnen freuen und den Festgottesdienst mit ihnen zusammen feiern.

Der Konfirmations-Gottesdienst

Musikalisch wunderbar gestaltet wurde der Konfirmations­gottes­dienst von unserer Organistin Su­san­ne Berecz und unserem Gi­tar­ren-Blockflöten-Trio. Der Gottes­dienst, und vor allem die Predigt von Pfarrer Christian Brost, stand unter dem Thema „Wie man sich bebrillt, so sieht man“ – ausgehend von dem bekannten Satz in Psalm 34,9: „Schmeckt und seht, wie freundlich Gott ist.“ Wir Menschen betrachten unser Leben im Laufe der Zeit durch verschiedene Brillen: durch die rosarote Brille, durch die Alles-ist-Party-Brille, durch die Brille des Geldes usw. Daher sind wir gefordert, unsere Sichtweisen immer wieder von neuem zu hinterfragen. Das gilt für unsere Konfirman­dInnen genauso wie für alle anderen. Gott auf der anderen Seite schaut auf uns Menschen auch mit einer bestimmten Brille: mit der Brille der Liebe. Das drückt das Angenommensein von Gott aus, dessen wir uns von unserer Geburt an sicher sein dürfen.

Nach ihrem Konfirmations­ver­spre­chen wurden die Konfir­man­dInnen jeweils zu zweit gesegnet und be­ka­men die Urkunde mit ihrem Kon­firmations­spruch überreicht. Die darauf folgenden Worte unseres Kurators Gert Lauermann machten deutlich, dass es sich bei der Konfirmation um ein Gemeindefest handelt: Wir als Gemeindeglieder freuen uns mit und über die jungen Menschen, die sich bewusst dazu entschließen, weiterhin der christlichen Gemeinschaft anzugehören.

Ein Danke an das Team!

Abschließend möchte ich den Men­schen danken, die bei der Konfir­ma­tions­vorbereitung mitgearbeitet haben: allen voran unserem Konfi-Team – Terhi Korhonen, Nor­bert Flamisch und Christian Brost, aber auch den Eltern unserer KonfirmandInnen, die uns ihre Kin­der anvertraut und zwei Tage vor Pfingsten gemeinsam tatkräftig dafür gesorgt haben, dass die Konfirmation in einer frisch geputzten und festlich geschmückten Lutherkirche stattfinden konnte.

Bernhard Petri-Hasenöhrl

 

Dieser Beitrag wurde unter Familie, Jugend & Kinder, Veranstaltungen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.