Wie viele Brote hast du?

Dieses Zitat Jesu haben die chilenischen Frauen zum Thema des heurigen ökumenischen Weltgebetstages der Frauen gewählt. Wir feierten diese älteste ökumenische Begeg­­nung am 4. März in unserer Luther­kirche.

Besonders freut uns, dass wir die chi­le­nisch-österreichische Gruppe Aust­ro Latino gewinnen konnten. Ped­ro Hernandez und zwei seiner chilenischen Freunde vermittelten uns gemein­sam mit Anneliese Reijn­ders einen musikalischen Ein­­druck von diesem so außergewöhn­lichen Land.

Brot – das wichtigste Lebensmittel

Brot wird in Chile jedem Gast automatisch angeboten, und so ist es leicht nachvollziehbar, dass die chilenischen Frauen, die diesen Gottesdienst vorbereitet haben, das Brot zum Thema machten.

Konkret handelte es sich dabei um die bekannte Stelle aus dem Markusevangelium der Speisung der Fünftausend, bei der Jesus aus dem Essen für die Jünger und sich – fünf Brote und zwei Fischen – genügend Nahrung für die vielen Menschen schuf, die zu ihm kamen.

Statt einer Predigt hörten wir eine kurze Erklärung dieser Stelle, und anschließend sahen wir einen pantomimischen Im­puls.

Die Kollekte des Weltgebetstages ist diesmal chilenischen Kräuter- und Früchtesammlerinnen gewidmet, die sich mit dem Verkauf ihrer Produkte eine Lebensgrundlage zu schaffen versuchen.

Der Abend fand im Gemeindesaal bei einem Imbiss und vielen Ge­sprä­chen einen angenehmen Ausklang. Für mich ist der Welt­gebetstag im­­mer ein besonders verbindendes und somit sehr wichtiges Er­eig­nis – für die Gemeinschaft in unserer Stadt, aber auch für die Verbundenheit mit Menschen in einem mir meist völlig fremden Land, das mir durch diesen Gottesdienst aber ein großes Stück näher kommt!

Lisi Flamisch

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