Aktuelle Infos zu unseren Gottesdiensten

Im Juli und August findet der Gottesdienst wie gewohnt sonntags um 10 Uhr statt.

  • Eine Anmeldung ist nicht länger nötig – jedoch ein Mindestabstand, für den unsere Sitzordnung sorgt. 
  • Ein Mund- und Nasenschutz ist nicht mehr notwendig.

In Hollabrunn feiern wir am Sonntag, den 5.7.20 und am Sonntag, den 16.8.20 jeweils um 10 Uhr Gottesdienst in der Christuskirche. Auch hier ist keine Voranmeldung nötig! 

Die aktuellen Gottesdiensttermine finden Sie hier.

Veröffentlicht unter Uncategorized

Pfingstvigil – Aufzeichnung

Veröffentlicht unter Oekumene, Veranstaltungen

Geistliches Wort

Wir haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen, was uns von Gott geschenkt ist. 
Und davon reden wir auch. 

1. Korinther 2,12f 

Heiliger Gott. Du bist unsagbar größer, als wir Menschen begreifen, 
du wohnst im unzugänglichen Licht, und doch bist du uns nahe.
Deine Gegenwart umhüllt und durchdringt uns wie die Luft, die wir atmen,
ohne die wir nicht leben können. Gib, dass wir dir ganz vertrauen 
und leben ohne Angst.

Aus der Liturgie im Haus der Stille

Liebe Gemeinde,

während ich diese Zeilen schreibe, erreicht mich die Nachricht, dass wir unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen ab Mitte Mai wieder Gottesdienst feiern dürfen.
Das freut mich sehr!

Doch manche Beschränkung wird uns noch länger begleiten. Und der ganz normale Alltag wird wohl erst zurückkehren, wenn es Medikamente und Impfstoff gegen das Coronavirus gibt.

Inzwischen werden wir wie in den vergangenen Wochen wohl viele neue Erfahrungen machen und Antworten auf eine Reihe von Fragen erhalten: folgt der Corona Krise womöglich eine wirtschaftliche Krise oder eine politische? Wie schnell werden wir die Ansteckungsangst los und können wieder unvoreingenommen und angstfrei auf andere Menschen zugehen? Welchen Einfluss wird die Pandemie auf unseren Glauben und unser gemeindliches Leben haben?

Aus eigener Erfahrung und aus Gesprächen mit anderen weiß ich, dass Menschen in dieser außergewöhnlichen Zeit ganz neu den Stellenwert der Familie erkannt haben und auch den Wert von Freundschaft und Gemeinschaft! Andere haben angesichts ihrer Ohnmacht im Blick auf Krankheit und Tod ganz neu gelernt, Ohnmacht und Angst durch das Vertrauen auf Gott zu überwinden. Sie haben gespürt, welcher Trost davon ausgehen kann, bei aller Vorsorge ihr Leben letztlich in Gottes Hände zu legen.

Vielleicht ist es den Jüngern in der außergewöhnlichen Zeit, in der sie nach der Auferstehung Jesu gelebt haben, ganz ähnlich ergangen. Hin- und hergerissen zwischen Staunen und Zweifel, Angst vor der Zukunft und Hoffnung auf Gottes Eingreifen erleben sie Pfingsten. Durch ihr Vertrauen auf Gott überwinden sie Ohnmacht und Angst und fassen neuen Mut. Bewegt erinnern sie sich an Jesu Taten und Worte, bewegend erzählen sie anderen von den Erfahrungen, die sie mit Christus gemacht haben und werden verstanden. Menschen fassen durch sie Vertrauen zu Gott, wollen zur Gemeinschaft dazugehören, lassen sich taufen. So erzählt es uns der Autor der Apostelgeschichte.

Gott ist die Kraft des Lebens!

Gottes Geist hat heute noch die gleiche Kraft wie damals. Er verbindet uns Menschen, lässt uns den Wert des Miteinanders und des Einsatzes für andere erkennen. Er öffnet unsere Augen für Unrecht und hilft uns den Mund aufzumachen, wenn es um die Wahrheit geht. Er ist die Kraft des Lebens, die wir so nötig haben. Eine Ärztin aus Berlin hat in einem Interview von ihren Erfahrungen am Corona-Telefon erzählt: die mit Abstand größte Angst der Menschen, mit denen sie gesprochen hat, war im Fall einer schweren Infektion aussortiert zu werden und zu sterben – und das ganz allein…

Wie wichtig ist es, dass wir – wie die Jünger damals – unsere Hoffnungen und Glaubenserfahrungen mit den Menschen heute teilen! Wie wichtig ist es, in jeder Lebenssituation der Kraft der Liebe Gottes zu vertrauen und zu erfahren, dass Gott „auch aus dem Bösesten Gutes entstehen lassen kann und will“, wie es der Pfarrer und mutige Christ Dietrich Bonhoeffer vor seinem gewaltsamen Tod im Konzentrationslager Flossenbürg vor 75 Jahren formuliert hat! Er schreibt: „Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie uns nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.“

Wir haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, damit wir wissen, was uns von Gott geschenkt ist. Reden wir auch davon und teilen wir unser Gottvertrauen mit den Menschen um uns! 

Einen guten und möglichst angst-armen Sommer wünscht Euch 

Euer Pfarrer Christian Brost 

P.S.: Glaubt ihr, dass es etwas Gutes gibt, das wir mitnehmen können aus der Corona Krise? Dann schreibt es auf und werft es in den Briefkasten an der Tür der Lutherkirche oder schickt es per Post (an die Evangelische Pfarrgemeinde Manhartstrasse 24, 2000 Stockerau) oder per E-Mail an: evang.stockerau@gmail.com

Veröffentlicht unter Geistliches Wort

Aus dem Presbyterium

Presbytersitzung „online“

Das Frühjahr 2020 hatte einiges zu bieten. Im Februar fand die letzte „normale“ Sitzung statt. Wir beschlossen, den Kirchenbeitrag entsprechend den kirchlichen Vorgaben zu erhöhen und haben uns mit Details unseres Mahnwesens beschäftigt.

Vielen Dank an alle, die trotz der Pandemie ihren Kirchenbeitrag rechtzeitig einbezahlt haben. Sollten Sie eine Stundung oder Ratenzahlung benötigen, zögern Sie bitte nicht, sich mit unserer Kirchenbeitragsreferentin Mag. Christine Andel in Verbindung zu setzen. 

Mit Freude stimmten wir der Idee zu, im Krankenhaus Stockerau die Seelsorge ökumenisch zu gestalten, sodass in Zukunft eine Station zur Gänze von evangelischen Seelsorgern betreut werden soll.

Ein Februarwochenende lang kam das Presbyterium zur heurigen Klausur zusammen. Wir versuchten einen Rückblick über die letzten 15 Jahre und verbrachten sehr intensive und spannende Stunden damit, aus unserer Bestandsaufnahme Schlüsse für die zukünftige Gemeindeentwicklung zu ziehen. Das Projekt „Evangelische Basics“ wurde geboren und dann gleich einmal vom Coronavirus gebremst. Wie wir „Evangelische Basics“ sichtbar evangelisch umsetzen, werde ich Sie natürlich auf dem Laufenden halten.

Seit März überschlugen sich dann die Ereignisse. Am 13.3. beschlossen wir einstimmig, die Gottesdienste und alle Veranstaltungen bis auf weiteres abzusagen. Stattdessen gab es regelmäßige sonntägliche „Grußworte“ von Pfarrer Brost. Die konnten zwar nicht die gemeinsamen Gottesdienstfeiern ersetzen, fanden aber wöchentlich 70 – 100 ZuhörerInnen. Trost und Zuspruch sind in einem gewissen Maß auch digital möglich und können für viele hilfreich sein. Dank gebührt Melitta Ebenbauer für ihre wöchentliche Orgelmusik zum Sonntag, zur Ehre Gottes und auch zum Mitsingen. Auch die Bilder von Leo Pfisterers Ikonen auf der Homepage veranschaulichten uns Gottes Liebe.  

Wer Ostern Gottesdienst zu Hause feiern wollte, hatte dazu dank der Vorschläge unseres Bischofs die Gelegenheit. Ebenso konnte man sich auch der deutlich niederschwelligen Vorschläge auf unserer Homepage bedienen. Homepage und Newsletter dienen auch weiterhin als Kommunikationsmittel in unserer Pfarrgemeinde. Bitte werfen Sie immer wieder einmal einen Blick darauf!

Konfirmation auf 25. Oktober 2020 verschoben!

Leider mussten wir die Konfirmation unserer 15 Konfirmandinnen und Konfirmanden verschieben. Sie wird heuer nicht am Pfingstsonntag stattfinden, sondern erst am Sonntag, dem 25.Oktober!

Auch der Gottesdienst im Grünen, der heuer in Stoitzendorf geplant war, wird auf nächstes Jahr verschoben.

Ende April hat das Presbyterium dann in einer Webkonferenz einstimmig beschlossen das gottesdienstliche Leben zunächst ab 17. Mai in Stockerau und dann ab 7. Juni in Hollabrunn wieder aufzunehmen. 
Wir weisen Sie darauf hin, dass es immer Ihre eigenverantwortliche Entscheidung bleibt, ob und wann Sie am kirchlichen Leben teilnehmen. Wir hoffen sehr, dass wir bald wieder ohne größere Einschränkungen miteinander feiern können und wünschen Ihnen alles Gute und Gesundheit.
Informationen über den jeweils aktuellen Stand der Gottesdiensttermine und Schutzmaßnahmen finden Sie immer auf unserer Homepage. Oder nutzen Sie unseren Newsletter, den Sie gerne per E-mail an evang.stockerau@gmail.com oder telefonisch (0699/18877394) bestellen können.

Gert Lauermann, Kurator

Veröffentlicht unter Interna

Pfarrersein in Zeiten der Pandemie

Dieses kleine fiese Virus hat uns alle überrascht. 

Beinahe über Nacht war plötzlich alles anders: Statt Menschen zum Miteinander in der Pfarre einzuladen, ging es mit einem Mal darum sie fernzuhalten. Händeschütteln, Umarmungen, Singen, Abendmahl – alles ausgesetzt, um niemanden zu gefährden. Keine Besuche mehr zum Geburtstag oder im Pflegeheim, niemand konnte mehr die Ausstellung der textilen Kunstwerke von Irmgard Moldaschl im Gemeindesaal bewundern…

Ein winziges Virus erinnerte uns an die Existenz des Todes und – schlimmer noch – an unsere eigene Vergänglichkeit. Eine beunruhigende Vorstellung, die wir mehr oder weniger erfolgreich im Alltag verdrängt hatten. 

Apropos Alltag: Ich sehnte mich in den vergangenen Wochen und Monaten nach ihm. Vieles Alltägliche war mit einem Mal gefährlich. Für mich als kommunikativen Menschen eine schwierige Situation.

Und mir fehlten die Gottesdienste. Natürlich gab und gibt es die Möglichkeit, unter unzähligen Gottesdienstangeboten im Internet zu wählen und so wertvolle Impulse für den Glauben und die Bewältigung der Krise zu erhalten. Doch für mein Empfinden können diese digitalen Angebote das Miteinander beim Singen, Beten und Abendmahlfeiern sowie die Möglichkeit beim Segen, den Gesegneten in die Augen zu schauen, nicht ersetzen.

Dankbar bin ich für unser Presbyterium. Wie gut, in der Krise (und nicht nur in ihr!) miteinander zu überlegen, was nötig, hilfreich und möglich ist: an der Kirchentür hängt ein Briefkasten für Gebetsanliegen und daneben eine Box mit guten, heilsamen Worten und Gedanken; via Telefon habe ich mit möglichst vielen Menschen Kontakt gehalten, mich erkundigt wie es geht, ob jemand Hilfe braucht – ein offenes Ohr oder eine helfende Hand.

Unsere Homepage wurde zu einem vielbesuchten Ort.

Auf unserer Website lassen sich Bilder unseres Künstlers Leo Pfisterer, Choralvorspiele von Melitta Ebenbauer zu den jeweiligen Wochenliedern und gesprochene Grußbotschaften des Pfarrers per Mausklick abrufen. Es lohnt sich nach wie vor, der Homepage regelmäßig einen Besuch abzustatten. Auf ihr erfahren Sie auch als erstes, was sich Neues ergibt im Blick auf das Feiern von Gottesdiensten und die Durchführung von kleineren Veranstaltungen…

In den letzten Wochen habe ich außerdem viel gelesen, nachgedacht, gebetet und meditiert. Wenn ich ehrlich bin, war mir hauptsächlich vor der Karwoche bange. Wie sollte ich unter diesen Bedingungen Ostern feiern? 

Aber dann hielten ausgerechnet die stillen und sehr besinnlichen Tage der Karwoche viele ermutigende Zeichen von Gemeinschaft und menschlicher Nähe für mich bereit. 
Eine junge Familie bastelte mit viel Liebe Osternester für die Bewohner des Pflegeheims, die große Freude auslösten.

Mich erreichte die gute Nachricht, dass die Behandlung bei einem kranken Menschen, der mir sehr am Herzen liegt, endlich Fortschritte macht. Jemand aus der Gemeinde kopierte liebevoll Mut machende Texte und Geschichten für ältere Menschen, die keinen Computer haben. Familien lasen sich gegenseitig die Ostergeschichten vor, beteten miteinander und teilten Brot und Traubensaft zum Zeichen der Nähe Gottes. Nachbarn gaben sich in der Osternacht über den Zaun das Osterlicht weiter und sangen gemeinsam Auferstehungslieder.

Und ganz besonders schön und überraschend: Wohlmeinende Menschen schmückten liebevoll unsere Friedenssäule mit Blumen, einem selbst gebastelten Kreuz, Ostereiern und bunt bemalten Steinen mit Ostergrüßen darauf…

Was für eine Freude!
Und ich als Pfarrer stand staunend daneben und durfte erleben, wie das Evangelium ganz ohne mein Zutun Hand und Fuß bekam.

Gott sieht das Herz und kommt uns zur Hilfe!

Wenn ihr mich fragt: Mir ist nicht bange um unseren Glauben, unsere Gemeinschaft und unsere Kirche – weder in Corona-Zeiten noch danach. Solange jede und jeder tut, was er kann, kommt Gott, der das Herz ansieht, uns dabei zu Hilfe. Wir sind in seiner Hand und bleiben behütet auf unserer Wanderung durchs Leben.

Ich wünsche uns in den kommenden Wochen und Monaten Mut machende Gottesdienste, Zeichen der Liebe Gottes und Erfahrungen menschlicher Nähe und Verbundenheit.

Christian Brost

Veröffentlicht unter Gott & die Welt, Interna

2019 – ein Rückblick auf ein ganz anderes Jahr als heuer!

Auch wenn momentan angesichts der neuen Lebensumstände während der Pandemie vieles verblasst, möchte ich an einige Highlights vom vergangenen Jahr erinnern.
Die Jänner-Klausur des Presbyteriums auf der Burg Kreuzen war ein besonderes Gemeinschaftserlebnis. Zwischen Himmel und Erde entdeckten wir unsere Gemeinde neu. 

Mit Pfr.i.R. Robert Kauer verstarb im Jänner 2019 eine engagierte, charismatische Persönlichkeit. Er war stets bereit, sich für von ihm erkannte Wahrheiten vehement einzusetzen. Mit ihm kehrte ein Seelsorger und Prediger, Jurist und blitzgescheiter Querdenker heim zu unserem und seinem Gott.

Das gebrochene Herz wird  ganz, wenn es zu sich kommt; und dann ist es in der Lage, die ganze Welt zu heilen!

Die Ehe für alle wurde von der Synode beschlossen, wobei der kirchliche Beschluss durchaus als Kompromiss gesehen werden kann. 

Michael Chalupka wurde im Mai zum neuen Bischof gewählt.

Die Friedensarbeit stand auch 2019 stark im Focus. Friedensmeditationen helfen uns dabei, den Frieden in uns beginnen zu lassen. Auch der Ikonenmalkurs mit Leo Pfisterer diente der Suche nach dem inneren Frieden anhand großer Vorbilder.  

Ende Februar war unsere Gemeinde eine Woche lang Mittelpunkt der Superintendenz. Die Mitglieder des Superintendentialausschusses unter der Leitung von Superintendent Mag. Lars Müller-Marienburg nahmen unsere Gemeinde in allen Aspekten genauestens unter die Lupe.

Nicht zufällig fiel die Einweihung unseres „Evangelischen Ecks“ im Bezirksmuseum Stockerau genau in die Woche der Visitation. Unser alter Hochaltar, einst von unserer Muttergemeinde Floridsdorf gespendet, fand dort eine neue Heimat.

Musikalisch war 2019 auch recht vielseitig: Das „Erde und Himmel“- Projekt mit SOLEttino Vocale als Benefizveranstaltung für die Behindertenhilfe Korneuburg, Shura Lipovsky mit jiddischen Liedern oder „Vom Präludium zum Tango“ mit Melitta Ebenbauer und Maria Düchler eröffneten uns neue und sehr eindrückliche Hör- und Geistwelten. Ulli Bixas Tanzgottesdienste und Tanztage ließen uns unter anderem auf Pfingsten wortwörtlich im Geist der Liebe „zugehen“. Der Chor unter der Leitung von Matthias Steiner gewann zusehends an Sangeskraft.

Arbeitskreis „Bewahrung der Schöpfung“

Klima.Gerecht.Essen mit MMag. Satlow, „Der Klimawandel und ich“ mit Corina Wanas, „Erntedank-macht Ernte krank?“ mit Alex Wanas sowie so mancher Abend bei 50+ oder in der ökumenischen Bibelrunde riefen zu konkretem Klimaschutz auf.

Gottesdienst im Grünen in Retz

Der Familiengottesdienst im Grünen am Retzer Kalvarienberg, begleitet von den Blechbläsern von Tibilustrium, ist mir in bunter Erinnerung. Besondere ökumenische Gottesdienste waren die Pfingstvigil in Stockerau oder der ökumenische Begegnungs-Gottesdienst in Zellerndorf.

Die Gemeindereise nach Andalusien wurde für die 44 (!) TeilnehmerInnen ein unvergessliches Erlebnis. Ein Großteil des Presbyteriums reiste 2019 nach Siebenbürgen und besuchte die evangelische Pfarrgemeinde Großschenk – eine sehr eindrückliche Reise in eine der 246 entvölkerten Siebenbürger Pfarrgemeinden.

Auch finanzielle Unterstützungen für Soziales konnte unsere Pfarrgemeinde 2019 immer wieder geben, zum Beispiel für die Altenpflege in Großschenk oder den Häftlingsunterstützungsverein der Justizanstalt Sonnberg. Auch internationale Hilfsprojekte der Diakonie haben wir unterstützt.

Ab Herbst wurden die Gemeindenachrichten bunt. Ein sichtbarer Gewinn.  

Mitglieder / davon H.B.TaufenKonfirmanden
1319 / 48
(1328 / 56)
9
(8)
13
(13)
SterbefälleEintritteAustritteZu-Wegzüge Saldo
11 (14)5 (3)24 (20)+24 (+25)
Gemeindestatistik im Vergleich: 2020 (2019)

Vielen Dank an alle haupt- und ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, SeelsorgerInnen und HelferInnen unserer Gemeinde!

Vor den Vorhang bitte ich heuer Karin Brost, die besonders zu Familiengottesdiensten, Meditationstreff und Friedensarbeit mit Ruhe und viel Herz leitend beiträgt! Auch in die Konfiarbeit ist sie für dieses Jahr eingesprungen.

Vielen Dank an unsere ReligionslehrerInnen Sandra Grasz, Elke Jurkowisch-Steidl, Terhi Korhonen, Barbara Winter, Hans Spiegl und Christian Weigele, an die LektorInnen Irmi Lenius, Ingrid Oblak, Uta Vogel und Andreas Andel, die MesnerInnen und Musikerinnen und OrganistInnen für ihre liebevoll verrichteten Dienste.

Herzlichen Dank an Christine Andel, die als Sekretärin und nun auch als Kirchenbeitragsreferentin nie zu wenig zu tun hat und sich über die Maßen mit Hirn und Liebe zum Detail engagiert.

Und zuletzt noch größten Dank und Respekt an Pfarrer Christian Brost, der ein „Menschenliebender“ ist und über die Grenzen seiner Gemeinde hinaus sehr geschätzt wird, sei es in der Ökumene, der Politik, in den Schulen oder in der Diözese. Auch das Engagement unseres Pfarrers reicht regelmäßig über die bezahlte Tätigkeit hinaus ins Ehrenamtliche – weil ihm seine Tätigkeit auch Freude macht! Möge es noch lange so bleiben.

Die Finanzentwicklung war 2019 stabil, wenn auch nicht überragend. Für 2020 ist eine Prognose schwierig. Spenden und Kollekten leiden unter Corona, das für September geplante Kabarett ist unsicher.

Mit dem Neubau des Glockenturms in Hollabrunn ist – schon allein aus Gründen der Finanzierung – nicht vor 2021 zu rechnen, jedoch wollen wir dieses wichtige Projekt natürlich weiterbringen. 2019 konnten wir immerhin im Rahmen eines Ideenwettbewerbs der SchülerInnen von HTL, HAK und HLW Hollabrunn ein Siegerprojekt auswählen und prämieren.

Budget 2019Rechnungsabschluss 2019
laufende Einnahmen56.335,0053.021,75
laufende Ausgaben45.580,0038.911,90
Saldo10.755,0014.109,85
Darlehensrückzahlungen15.000,0015.000,00
Saldo Gesamt-5.745,00-1.326,15
Budget und Rechnungsabschluss 2019

Abschließend ein kurzer Ausblick:

Das „Coronajahr“ 2020 birgt auch Chancen. „Evangelische Basics“ sind unserer Meinung nach gerade in Krisenzeiten wertvoll und können ansteckend sein. Wir wollen Orientierung und Herberge in schwierigen Zeiten bieten und christliche Werte in Freiheit und Verantwortung leben. Mit diesem Geist des Friedens und der Liebe Gottes wollen wir möglichst viele infizieren! So eine Pandemie wünschen wir uns.

Auch wenn nur eingeschränkt Veranstaltungen möglich sind, beschäftigt uns das wichtige Thema Umweltschutz – Schöpfungsverantwortung weiterhin. Lassen Sie uns nicht vergessen, dass der Klimawandel immer noch die mit Abstand größte Herausforderung dieses Jahrhunderts für die Menschheit darstellt! Wir hoffen, dass die derzeitigen Umbauten und Investitionen im Wirtschafts- und Gesellschaftssystem gleich zu einem nachhaltigen, klimaschonenden Wandel genutzt werden können. Mit der einen oder anderen Veranstaltung wollen wir weiterhin diesen Wandel im Kleinen unterstützen und auch Friedensarbeit leisten.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben Gesundheit und einen erfolgreichen Neustart nach Corona!

Kurator Gert Lauermann

Veröffentlicht unter Interna

Die Bäume haben Angst

Wir wissen zwar grundsätzlich, dass Leben und Sterben oft nahe beieinander liegen.
Auch der Blick in die Natur lehrt uns das. 

Wir freuen uns am üppigen Blühen der Bäume und Sträucher im Frühling, und in diesem Jahr besonders. Wir erkennen darin den Sieg des Lebens über den Tod und nehmen diese Zeichen der Natur als österliche Auferstehungssymbole wahr. Und gerade in der momentanen Krisensituation unserer Welt sind solche Erfahrungen doppelt wohltuend.

Umso betroffener und nachdenklicher haben mich die Gedanken des Ökologen Johannes Gepp in der Kleinen Zeitung gemacht (18.4.2020, S. 20/21). Die Tatsache, dass Pflanzen blühen wie nie zuvor, erfüllt ihn mit großer Sorge. Solche „Mastjahre“ kämen zwar alle sieben bis elf Jahre vor. Jetzt aber haben wir diese Situation schon das dritte Jahr hintereinander. „Die Bäume und Sträucher stehen massiv unter Stress.“ Der Grund sei die überdurchschnittliche Erwärmung der vergangenen Jahre.“ Der Ökologe spricht von einer Angstblüte: Offensichtlich versuchen die Bäume, mit unzähligen Samen dafür zu sorgen, dass für die Zukunft vorgesorgt ist – auch wenn diese Zukunft nicht rosig ist.“

Auch wenn die Reaktion – aus Sicht der Bäume – vernünftig erscheinen mag: Angst ist oft ein schlechter Berater. Denn anstatt in den Zeiten der Dürre die Kräfte zu schonen, schädigen sich die Bäume durch dieses Verhalten selbst, verlieren an Widerstandskraft und werden anfälliger für Borkenkäfer und Krankheiten. Es gibt bereits erste Berichte, wonach auch Wurzeln geschädigt seien. „Dann stehen wir vor einer Megakatastrophe.“
Die Bäume haben Todesangst. Das ist also die Kehrseite der überbordenden Blüte dieser Tage.

Ostern begleitet uns über Pfingsten hinaus

Zugleich aber denke ich mir: Wenn mit dem blühenden Leben der drohende Tod so eng verknüpft ist, ist es dann nicht auch umgekehrt so, dass in jedem Sterben schon der Keim des Lebens liegt? Ostern ist kein Fest, dass man schnell wieder beiseitelegen und hinter sich lassen kann. Es begleitet uns mit seiner Botschaft vom engen Ineinander des Sterbens und Lebens in unserem Alltag.

Außerdem ist die Osterzeit ja noch lange nicht zu Ende. Die Botschaft vom leeren Grab und von der lebendigen Begegnung mit dem, der doch für unser vordergründiges Begreifen tot sein müsste, begleiten uns bis Pfingsten – und darüber hinaus.

Hans Waltersdorfer ist theologischer Mitarbeiter im Haus der Stille. Die kleine franziskanische Gemeinschaft im steirischen Haus der Stille musste mit dem Beginn der Corona-Maßnahmen auf ungewisse Zeit die Pforten des Hauses für Gäste und Kurse schließen. Über tägliche Online-Impulse kann man auch aus der Ferne an den Gebeten und Gedanken aus dem Haus teilhaben.

Veröffentlicht unter Gott & die Welt

Ostern 2020

Ostern über Zäune hinweg

Wie werden wir die Osternacht verbringen? Diese Frage stellte ich mir allabendlich, seit in der Corona-Krise meine Nachbarn vor dem Haus ein tägliches Trommelkonzert veranstalteten. In unserer Straße ist diese Musik inzwischen ein Fixpunkt im Alltag, bringt Abwechslung und sorgt – wenn auch mit räumlicher Distanz – für Kommunikation.

Selbst musikalisch unbegabt und somit nur Konsument der täglichen Musik, überlegte ich, wie auch ich der Nachbarschaft eine Osterfreude machen könnte. Es sollte eine Überraschung werden. 

„Leo, machst Du einer Osterfeier im Garten?“, fragte eine Nachbarin an einem dieser Abende – und damit war die Überraschung ihrer ureigensten Wirkung beraubt. Die Vorbereitung wurde zu einer gemeinschaftlichen Aktion.

Nebst Trommelmusik erklangen in der Passionswoche auch Osterlieder auf der Straße, um unsere Osternacht vorzubereiten. Im Garten wurde am Samstagabend der Feuerkorb vorbereitet, ein altes Lesepult zur „Kanzel“ umfunktioniert, und jemand erinnerte sich, dass er noch Fackeln am Dachboden hatte, die als Osterkerzen dienen sollten. 

Schöpfungsgeschichte mit Trommeluntermalung

Jenseits der Gartenzäune versammelte sich die Nachbarschaft im eigenen nächtlichen Garten. Die Schöpfungsgeschichte – mit Trommelklang untermalt -, die Rettung des Gottesvolkes aus der Gefangenschaft und den Durchzug durch das Schilfmeer wählten wir als Schrifttexte des Ersten Testaments, die zum Auferstehungsevangelium hinführten. Zur Lesung des Evangeliums entzündeten wir das Osterfeuer und mittels der Fackeln wurde das Licht unter Hallelujagesängen über die Zäune weitergegeben. 
In den Gebeten dachten wir besonders jener Menschen, die unter der derzeitigen Situation besonders leiden. 

Mit dem Schlusssegen war die Osternacht nicht vorbei. Die Osterfreude setzte sich fort, bis alle Sektgläser geleert waren. Es war fast Mitternacht, als in die Gärten wieder Stille einkehrte und mir ein Nachbar noch zurief: „Es war schöner als in der Kirche. Machen wir das nächstes Jahr wieder!?“

Leo Pfisterer

Ostern 2020 war anders – oder auch nicht

Am Karfreitag war ich arbeiten. Es ist nicht so, dass ich mir nicht bewusst gemacht hätte, was damals vor etwa 2000 Jahren geschehen war. Aber so richtig zum „Klagen“ kam ich nicht.

Der Ostersonntag war ein wunderschöner Tag. Das Wetter war jedenfalls der Auferstehung würdig. Ich habe die Osternacht vermisst. Dafür habe ich es heuer noch mehr genossen, mit meiner Frau unseren beiden Söhnen dabei zuzusehen, wie sie voller Begeisterung Ostereier suchten.

Obendrein haben die beiden – ihre Religionslehrer Terhi und Christian wären stolz auf sie gewesen – einen familiären Ostergottesdienst geplant. Und so feierten wir zu Hause gemeinsam Gottesdienst mit Gitarre, Geschichte, Gebet und Segen. Ich freute mich, dass meine Familie so bei der Sache war und war sicher, ganz viele Menschen unserer Gemeinde, unserer Kirche und auf der ganzen Welt würden gerade ebenso das Leben, die Liebe und die Auferstehung feiern.

Spürbar und sichtbar wurde Ostern an diesem Sonntag für mich auch beim genüsslichen Osterfrühstück und beim folgenden Ausflug ans Wasser, wohl dem Symbol für Leben. Ostern war 2020 nicht abgesagt, das fühlte ich.

Gert Lauermann

Mein Osterfest 2020

Es gibt zwei wiederkehrende Herausforderungen für mich an allen hohen Feiertagen – als Superintendent und in meiner persönlichen Lebenssituation: 

Wenn ich als Superintendent Gottesdienste an hohen Feiertagen als Liturg oder Prediger (mit)feiere, bin ich in einer Pfarrgemeinde zu Gast. Da haben Ortstraditionen Vorrang vor meinen persönlichen Wünschen an Weihnachts-, Karfreitags- und Ostergottesdienste. 

Die zweite Herausforderung ist die Frage: Was passiert nach dem Gottesdienst? Feiere ich allein? (Das quittieren viele, denen ich das erzähle, mit tiefem Mitleid.) Oder finde ich jemanden, der mich zur Familienfeier einlädt? (Das birgt die Gefahr, sich wie das 5. Rad am Wagen zu fühlen.) In jedem Fall sind die hohen Feiertage regelmäßig Anlass für die Frage: Ist mein Leben gescheitert, weil ich – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – alleinstehend bin und niemand „automatisch“ mit mir Weihnachten und Ostern feiert? 

Ostern im „Heiligen Eck“

Ja, es hat mich schockiert, dass wir wegen der Viruskrise nicht in der Kirche Karfreitag und Ostern feiern konnten. Dennoch war ich in diesem Jahr von den beiden, stets wiederkehrenden Herausforderungen befreit. Ich konnte es gottesdienstlich genau nach meinen Bedürfnissen begehen. So habe ich am Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag im „heiligen Eck“ in meinem Wohnzimmer mehrere Tagzeitengebete gefeiert. Mit gregorianisch gesungenen Psalmen und vielen Lesungen. In der Osternacht habe ich dort einen ziemlich hochkirchlichen Osternachtsgottesdienst mit mir selbst gefeiert. 

Und die Zeit dazwischen habe ich für mich selbst mit gutem Essen, Spaziergängen (mit Bachs Johannespassion am Karfreitag) und Radausfahrten (Ostersonntag) schön gemacht. Niemand hat gefragt, ob ich jemanden besuchen werde. Sondern Alleinsein war in diesem Jahr „normal“, ja sogar ein Ausdruck besonderen Verantwortungsbewusstseins.

Ich möchte das normale Leben zurück – mit Gottesdiensten, Besuchen und allem. 
Aber ich muss auch sagen: Es wäre schön, wenn sich die hohen Feiertage immer so gut und stimmig anfühlen würden wie Ostern 2020. 

Lars Müller-Marienburg

Veröffentlicht unter Gott & die Welt

Gottesdienste ab 17. Mai – BITTE MIT VORANMELDUNG

Ein Brief des Pfarrers und Kurators

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Evangelischen Pfarrgemeinde!

Heute wenden wir uns an Sie in der Hoffnung, dass Sie die außergewöhnliche Zeit, die das Coronavirus mit sich gebracht hat, bisher gut überstanden haben.

Wie Sie über die Medien erfahren haben, ist es ab Mitte Mai wieder erlaubt Gottesdienste zu feiern und zu besuchen. Das freut uns sehr, auch wenn uns noch manche Beschränkung auferlegt ist und der ganz normale Alltag wohl erst zurückkehren wird, wenn es Medikamente und Impfstoff gegen das Coronavirus gibt.

Unser Presbyterium hat einstimmig beschlossen, das gottesdienstliche Leben wieder aufzunehmen.

Gottesdienst-Termine

Ab Sonntag, den 17. Mai 2020 werden in Stockerau jeweils 2 Gottesdienste pro Woche angeboten, und zwar
Freitags um 19 Uhr und
Sonntags um 10 Uhr
.

In Hollabrunn starten wir mit dem Gottesdienst am Sonntag, den 7. Juni 2020 um 10 Uhr.

Anmeldung zum Gottesdienst

Solange die Regelung gilt, dass für jede/n GottesdienstbesucherIn 10 m2 Fläche vorhanden sein muss, können wir in Stockerau unseren Gottesdienst nur mit maximal 18 BesucherInnen feiern. Um dies zu gewährleisten, ist eine Anmeldung zum Gottesdienst nötig:

Bitte kontaktieren Sie Pfr. Brost rechtzeitig unter der Telefonnummer 0699/18877394, wenn Sie zum Gottesdienst kommen möchten (auch per SMS oder WhatsApp).

Beim Gottesdienst ist das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes nötig (sollten Sie keinen besitzen, stellen wir Ihnen gerne einen zur Verfügung!) sowie die Einhaltung eines Mindestabstandes von 2 Metern.

Aktueller Stand der Termine und Rahmenbedingungen

Informationen über den jeweils aktuellen Stand der Gottesdiensttermine und Schutzmaßnahmen erhalten Sie

Wir hoffen sehr, dass wir bald wieder ohne größere Einschränkungen miteinander feiern können, und wünschen Ihnen alles Gute und Gesundheit.

Pfarrer Christian Brost und Kurator Gert Lauermann

Veröffentlicht unter Interna

10. Mai: Grußbotschaft des Pfarrers

Grußbotschaft von Pfr. Christian Brost zum Sonntag 10. Mai 2020

Veröffentlicht unter Geistliches Wort