DEMNÄCHST: Kabarett mit Heinz Marecek am 23. September

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SOFA-Gottesdienst mit Irmi Lenius

SOFA-Gottesdienst vom 19. September aus Stockerau mit unserer Lektorin Irmi Lenius

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Geistliches Wort

Geistliches Wort Gemeindenachrichten Herbst 2021 

Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken! 

Biblischer Monatsspruch für Oktober 

Ich schlief und träumte, das Leben sei Freude. 
Ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht. 
Ich handelte, und siehe, die Pflicht war Freude. 

Ravindranath Tagore 

Noch ist sie nicht ganz vorbei, liebe Leserinnen und Leser unseres Gemeindebriefes,  

die Corona-Zeit. Auch wenn wir wieder anfangen zu planen und auf ein normales Gemeindeleben zu hoffen, schielen wir dennoch ängstlich auf Infektionszahlen und Virusvarianten und hoffen, dass sie uns keinen Strich durch die Rechnung machen. 

Im Gottesdienst anlässlich der Gemeindevertretungssitzung im Juni haben wir uns auf unser gemeindliches Miteinander besonnen und uns daran erinnert, welchen Weg wir als Gemeinde in den letzten 17 Jahren zurückgelegt haben: 

Wir haben miteinander liebevoll die Kirche renoviert und mit dem Gemeindehaus einen Lebensraum geschaffen, eine Herberge, in die wir seither einladen. Doch es sind nicht die Gebäude. Wir sind es. Unser Glaube und unser Gottvertrauen, unsere Bereitschaft das, was wir als richtig erkannt haben, auch zu leben und im Alltag umzusetzen. 

Wir haben es erlebt und erleben es noch, dass Menschen neu dazukommen: Familien, junge Leute, Menschen anderer Konfession und auch Menschen ohne Konfession. Flüchtlinge haben bei uns Deutsch gelernt und im Haus Ibrahim ein Dach über dem Kopf erhalten, Menschen mit anderer sexueller Orientierung wurden gesegnet und nun auch getraut. 

Wir haben unter dem schützenden Dach unserer Gemeinde miteinander gelacht und geweint, gegessen und getrunken. 

Dann hat ein kleiner Virus unseren gewohnten Pulsschlag als Gemeinschaft durcheinander gebracht. Nähe schien plötzlich gefährlich. Die Herberge leerte sich. Wir waren auf uns selbst geworfen und hatten viel Zeit nachzudenken über den Wert unseres Lebensraumes Gemeinde und einen Händedruck, eine Umarmung, ein freundliches Wort. Wir haben in der Krise versucht neue Wege zu den Menschen zu finden: Podcasts, digitale Mittagsgebete, SOFA- Gottesdienste und auch eine gottesdienstliche Form des Konfirmandenunterrichtes. 

Wie wird es nun im Herbst weitergehen? Wird sich unser Lebensraum wieder bevölkern?  

Das hängt nicht allein von Pfarrer und Presbyterium ab, sondern von jeder und jedem von uns. Wir sind nach wie vor der Überzeugung, dass der Gottesdienst der Ort ist, an dem wir auftanken können und wichtige Glaubensimpulse bekommen. Der Glaube beginnt mit dem Hören. Dann gilt es, das als richtig Erkannte im Leben umzusetzen. Das fällt leichter im Miteinander, mit Unterstützung und Korrektur durch die Menschen, mit denen wir gemeinsam unterwegs sind. Wir helfen einander Gott zu vertrauen und seine Spuren in unserem Leben zu entdecken. Es geht darum, dass Freundlichkeit, Toleranz und der achtsame Umgang mit der Schöpfung unser Tun bestimmen, so dass andere Menschen aufmerksam werden und Lust bekommen mitzutun. Wenn wir leben als gäbe es ein Heute und ein Morgen, wenn jede und jeder seine Gaben bei Veranstaltungen, beim Gottesdienst und in der Seelsorge ins Miteinander einbringt und andere Menschen mitbringt in unserem Lebensraum, dann ist mir um die Zukunft unserer Gemeinde nicht bange. 

Einen bunten und fröhlichen Herbst wünsche ich uns allen!  

Pfarrer Christian Brost 

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Pfarrer Brost wiederbestellt

Auf der Gemeindereise in Israel

Mit großer Freude darf ich mitteilen, dass unser Pfarrer Christian Brost vom Oberkirchenrat als Pfarrer der Pfarrgemeinde Stockerau wiederbestellt wurde und somit – seinem Wunsch entsprechend – bis zu seiner Pensionierung in Stockerau bleiben kann. 

Familiengottesdienst in Stockerau
Familiengottesdienst in Stockerau

Nachdem Pfarrer Christian Brost 2004 seinen Dienst in Stockerau noch als bayrischer Pfarrer antrat, wurde er 2009 zum Pfarrer der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich. Schon damals wurde er über Beschluss der Gemeindevertretung unserer Pfarrgemeinde vom Oberkirchenrat bestellt. Nach Ablauf von 12 Jahren wäre seine Amtszeit nun mit Ende August 2021 zu Ende gegangen. Aus diesem Grund hat das Presbyterium die Pfarrstelle im Amtsblatt der Kirche im April neu ausgeschrieben. 

Mit Karin Brost bei einer Hochzeit in Indien

Weil die Bewerbung von Pfarrer Brost die einzige blieb, entschied die Gemeindevertretung von der Abhaltung von Wahlen abzusehen und ersuchte den Oberkirchenrat um Bestellung von Pfarrer Brost. Ich bin froh, mitteilen zu können, dass die Entscheidung der Gemeindevertretung einstimmig fiel und danke den GemeindevertreterInnen für dieses Votum. 

Bei der Friedenssäule

In meiner langjährigen Erfahrung als Kurator dieser Pfarrgemeinde und Abgeordneter zur Superintendentialversammlung der Diözese Niederösterreich meine ich, dass wir als Gemeinde es nicht besser treffen hätten können, als mit Christian. Er ist ein hervorragender Seelsorger. Er ist offen für Neues. Er hört zu und ist teamfähig. Die Zusammenarbeit mit ihm im Presbyterium ist von Freude am Miteinander, ehrlicher Wertschätzung und Freundschaft geprägt. Für uns alle gilt natürlich, dass wir immer etwas besser machen können. Christian zeichnet aus, dass er immer auf der Suche danach ist, was er verbessern könnte. Er kennt seine Grenzen und lässt andere helfen, wo sie etwas besser können als er. Sein Vertrauen in Gott, sein Wissen darum, dass die Liebe siegt und seine tiefe Verbundenheit mit seiner Familie und seiner Gemeinde sind auch mir Vorbild. Christian hat eine Botschaft, die zu hören sich lohnt! 

Kollegialer Austausch mit Freunden aus Deutschland

Deshalb möchte ich auch an dieser Stelle namens der Pfarrgemeinde und persönlich Christian meinen allergrößten Dank für seinen ehrlichen und treuen Dienst und seine Freundschaft aussprechen. 

Kurator Gert Lauermann 

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Glockenturm Hollabrunn

Der alte und der geplante neue Glockenturm unserer Christuskirche in Hollabrunn

Am 13. Juni hat die Gemeindevertretung einstimmig den Neubau des Glockenturms in Hollabrunn auf Basis einer Idee von SchülerInnen der HLW-Hollabrunn beschlossen. Die dafür erforderlichen 74.000 € konnten ohne Fremdfinanzierung budgetiert werden. Wir freuen uns über diesen Startschuss und sind zuversichtlich, dass dieses innovative Projekt auch in Hollabrunn noch mehr Beachtung finden wird.

Die nächsten Schritte sind nun die Einholung der behördlichen und der kirchlichen Baubewilligungen und sodann die Auftragsvergabe. Die Umsetzung des Projekts erfolgt in Kooperation mit der HTL-Hollabrunn. Ob sich ein Baustart noch heuer ausgehen wird, kann aber noch nicht abgeschätzt werden.

Kurator Gert Lauermann

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Aus dem Presbyterium

Die Siebenbürger Gemeinde Großschenk, zu der unsere Gemeinde eine besondere Beziehung unterhält, bekam 500 € für diakonische Projekte. Gerade in Covid-Zeiten leiden die Menschen der stark überalterten Pfarrgemeinde besonders.

Wir haben beschlossen, das Kabarett mit Heinz Marecek „Mein Kollege, der Affe“ am 23.9.2021, 19 Uhr im Z2000 zu veranstalten. Wir danken der Stadt Stockerau und der Raiffeisenbank Stockerau für Entgegenkommen bzw. Sponsoring. Karten sind über das Bürgerservice Stockerau oder über das Pfarramt zu erwerben. Herzliche Einladung dazu!

Die Konfirmation 2022 wird wieder zu Pfingsten stattfinden, was organisatorisch bedeutend einfacher ist. Am Pfingstsonntag um 19 Uhr wird es zusätzlich einen meditativen Gottesdienst in Stockerau geben.

Irmi Lenius und Georg Krätschmer müssen leider aus privaten Gründen eine Pause bei der Krankenhausseelsorge machen, sodass derzeit Armin Aigner aus Korneuburg der einzige ehrenamtliche Krankenhausseelsorger im Stockerauer Krankenhaus ist. Bei Interesse an einer solchen Ausbildung und Tätigkeit melden Sie sich bitte im Pfarramt.

Weiters haben wir uns mit diversen Projekten beschäftigt. Die Projekte „Tauftropfen“ der Evang. Kirche und „Steine der Erinnerung“ der Stadtgemeinde Stockerau werden von uns weiterverfolgt. Genaueres dazu in einer der nächsten Ausgaben.

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Unsere KonfirmandInnen 2021

Dieses Jahr haben wir den größten Konfirmandenkurs seit langem: 21 Konfirmandinnen und Konfirmanden bereiten sich engagiert auf ihre Konfirmationen 

  • am Samstag, den 23.10. (Gruppe 1)
  • und am Sonntag, den 24.10.2021 (Gruppe 2) vor.

Wir freuen uns mit unseren jungen Gemeindegliedern auf ihr großes Fest.   

Gerne möchten wir Sie aufmerksam machen auf zwei ganz besondere Gottesdienste im September, die von unseren Konfirmandinnen und Konfirmanden gestaltet werden und zu denen wir Sie herzlich einladen:  

  • Am Sonntag, den 19.9.2021 um 10 Uhr Vorstellungsgottesdienst der Gruppe 1 in der Lutherkirche Stockerau
  • und am Sonntag, den 26.9.2021 um 10 Uhr Vorstellungsgottesdienst der Gruppe 2 in der Christuskirche Hollabrunn. 

Wie jedes Jahr stellen sich Ihnen unsere jungen Gemeindeglieder hier in den Gemeindenachrichten vor: 

Ich heiße Marlene Fehr und wohne in Stockerau. Mit meinen 14 Jahren spiele ich schon seit neun Jahren Gitarre. Ich lerne auch schon seit meinem 4. Lebensjahr in der Musikschule in Stockerau Ballett. In meiner Freizeit fotografiere ich sehr gerne und höre Musik. Am christlichen Glauben gefällt mir die Gemeinschaft und dass man seine Sorgen preisgeben kann. In einer Konfi-Stunde sollten wir unsere Lieblingsgeschichte aus der Bibel nennen. Meine ist die Geschichte von der Arche Noah. Das wird mir immer in Erinnerung bleiben, da sich fast alle diese Geschichte ausgesucht hatten. Der Unterricht an dem Tag war sehr lustig. Am Unterricht gefallen mir die sympathischen Menschen dort. In der evangelischen Gemeinde ist mir der Zusammenhalt positiv aufgefallen. Nach dem Gottesdienst feiern wir meine Konfirmation mit Familie und Freunden bei uns zuhause. 

Mein Name ist Conrad Fritsch und ich wohne in Niederrußbach. Dort spiele ich gerne und oft Tennis mit meinen Freunden. Ich bin ein offener, lustiger Mensch, jedoch leicht perfektionistisch. An der christlichen Kirche finde ich die Gemeinschaft gut und die offene, akzeptierende Art. Wenn ich Kirche höre, denke ich sofort an die Bibel und ihre Geschichten. Von diesen mag ich am liebsten die von der Arche Noah, da diese Geschichte für mich zeigt, dass damals wie heute die Menschen für das Überleben der Tiere verantwortlich sind. Vom Unterricht wird mir auf jeden Fall bleiben, dass die Leute lustig und sympathisch waren. Außerdem habe ich durch die viele Zeit in der Lutherkirche mehr Wohlfühlen an diesem Ort empfunden. Ich finde es toll, dass wir trotz Coronapandemie Gottesdienst feiern konnten. 

Am Ende des Tages läuft alles auf die Konfirmation zu, die ich mit meiner Familie feiern und genießen möchte. 

Hi, ich bin Emanuel Kurz , bin 14 Jahre alt und wohne mit meiner 6-köpfigen Familie in Röschitz. 

Ich mag es sehr, mit anderen Konfirmanden zusammen zu sein, weil man als gleichwertig gesehen wird und nicht schlecht voneinander denkt. Die Gemeinsamkeit, die man durch den Glauben hat, macht für mich den christlichen Glauben aus. Ich mag die Geschichte von der Arche Noah am liebsten, weil da ein Mann arbeitet, um Leben zu retten. Das ist – meiner Meinung nach – ein wichtiges Motiv! Mit der Konfirmation will ich mir Wissen über den Glauben und seinen Ursprung aneignen. Ich habe vor, meine Konfirmation mit meiner Familie und meinen Freunden zu feiern. 

Hi, mein Name ist Florian Plattner. Ich wohne in Sierndorf und bin 14 Jahre alt. Meine Hobbies sind Modellfliegen und die Freiwillige Feuerwehr. Am christlichen Glauben gefällt mir, dass man immer etwas dazulernt und oft Fragen aufkommen, auf die es keine richtige oder falsche Antwort gibt. Mir gefällt die Ostergeschichte – ich finde schön, dass Jesus auferstanden ist. Unsere Pfarrgemeinde mag ich, weil ich hierher kommen kann, wahrgenommen und respektiert werde, so wie ich bin. Der Konfiunterricht hat mir Spaß gemacht. Besonders hat mich gefreut, dass ich vor Weihnachten Post, ein Licht und Süßigkeiten bekommen habe. Die Zusammenarbeit mit den andern Konfis war gut: Jeder hat mit jedem geredet und man hat immer ehrliche Antworten bekommen. Das hat mir gut gefallen. Wir haben noch keine Pläne, wie wir meine Konfirmation feiern, aber ich hätte gerne meine Freunde mit dabei. 

Hallo, mein Name ist Sarina Steindl . Ich wohne im schönen Stockerau und bin sehr sportlich. 

Seit meinem 2. Lebensjahr spiele ich Eishockey. Schwammiges Gemüse kommt mir nicht auf den Teller. Getauft wurde ich am 5.8.2007. Am christlichen Glauben gefällt mir, dass man sich fühlen kann, wie man will und wenn es dir nicht gut geht, ist immer jemand bei dir. Meine Lieblingsgeschichte ist die Arche Noah (liebe Grüße an die andern, die die gleiche Bibelgeschichte ausgewählt haben – ohne dass wir uns abgesprochen haben!). Unsere Gemeinde hält zusammen – das find ich cool. Die lustige Zusammenarbeit und der Zusammenhalt werden mich an den Konfi-Unterricht erinnern. Mir gefällt es, dass Menschen loyal sind und dass man gut miteinander reden kann. Ich feiere meine Konfirmation mit meiner Familie. Wir gehen Essen und es gibt natürlich auch Geschenke! 

Halli hallo, mein Name ist Lilli Senger und ich lebe in Ernstbrunn. Ich beschäftige mich hauptsächlich mit dem Umweltschutz und mache in meiner Freizeit liebend gern Musik. Am christlichen Glauben gefällt mir besonders, dass wir eine große Gemeinschaft sind. Cool an unserer Gemeinde finde ich, dass dir keiner böse ist, wenn du einmal zu spät in den Gottesdienst kommst. Die Arche Noah ist für mich die schönste Geschichte aus der Bibel, weil ich es extrem schön finde, dass Noah dafür sorgt, dass sich die Tiere und seine Familie in Sicherheit befinden. Aus dem Konfi-Unterricht nehme ich mit, dass es manchmal etwas länger dauert, bis man Leute besser kennenlernt und sie dann richtig sympathisch sind. Auf meine Konfirmationsfeier freue ich mich, weil ich sie mit vielen coolen Leuten, gutem Essen und nicer Musik feiern werde und mir das Fest hoffentlich lange in Erinnerung bleiben wird. 

Ich heiße Katharina Leeb und wohne in Hollabrunn. Ich bin 14 Jahre alt und meine Hobbys sind Volleyball spielen, lesen und Musik hören. Am christlichen Glauben gefällt mir, dass alle Menschen, egal welches Alter oder Geschlecht, eine Gemeinschaft bilden und niemand ausgeschlossen wird. Auch wenn jemand andere Ansichten hat, wird er oder sie nicht verurteilt, sondern es wird über alles gesprochen. Auch für Gott ist jeder Mensch gleich viel wert. Meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel ist die Arche Noah. Ich habe sie früher immer aus einer Kinderbibel vorgelesen bekommen und ich finde, sie zeigt, dass alles möglich ist, wenn man sich etwas traut. In unserer Gemeinde fühlt sich jeder wohl und die Gottesdienste sind sehr kinder- und familienfreundlich gestaltet. Am Konfi-Unterricht hat mir gut gefallen, dass wir Spiele spielen, rausgehen und viel Spaß miteinander haben. Zu meiner Konfirmation werde ich mit meiner Familie essen gehen. 

Hallo, ich heiße Noah Pauller und wohne in Obermarkersdorf. In meiner Freizeit spiele ich mit meinen Freunden Fußball. Außerdem spiele ich noch Harmonika, was mir sehr viel Spaß macht. Am christlichen Glauben gefällt mir, dass man Gott vertrauen kann. Meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel ist die Arche Noah, weil es um das Retten von Tieren und Menschen geht. Außerdem finde ich cool, dass ich auch Noah heiße. Vom Konfi-Unterricht wird mir vieles in Erinnerung bleiben – besonders die Gebete und Lieder haben mir sehr gefallen. Am Tag meiner Konfirmation werde ich mit meiner Familie essen gehen. Ich freue mich schon sehr auf eine leckere Torte. Aber am meisten freue ich mich auf die Feier mit den Menschen, die ich gern habe. 

Hallo! Mein Name ist Emilia Pauller und ich wohne mit meiner Mama und meinem Bruder in Obermarkersdorf. Meine Freizeit verbringe ich meistens draußen mit meinen Freunden und meiner Familie. Manchmal verkrieche ich mich auch einfach mit einem guten Buch in meinem Bett oder schaue eine tolle Serie. In der Musikschule lerne ich Fagott und nehme Gesangsunterricht. Eigentlich singe ich die ganze Zeit, was meine Mitmenschen auch manchmal nervt. Mir gefällt am christlichen Glauben, dass man in einer Gemeinschaft ist und Neues über Gott erfährt. Ich habe gern die Zeit mit den anderen Konfis verbracht und werde mich noch oft an die lustigen Stunden erinnern. Meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel ist die Schöpfungsgeschichte. Ich finde es spannend, was Gott alles erschaffen hat. Ohne ihn würde es uns gar nicht geben. Ich freue mich schon sehr auf meine Konfirmation und glaube, dass das ein schöner Tag wird, an dem wir mit der ganzen Familie essen gehen, feiern und Spaß haben. 

Ein herzliches Grüß Gott! Mein Name ist Daniel Nehrer, ich bin der Erstgeborene und somit ganze 25 Minuten älter, als mein jüngerer Zwillingsbruder Florian. Ich wohne mit meiner Familie, meinem Hund Nacho und meinem Kater Woody in Ringendorf. Ich spiele sehr gerne Fußball, sehe mich aber lieber in einem Kart über die Rennstrecken flitzen. Ich unternehme gerne etwas mit meinen Freunden, denn ich bin nicht gerne alleine, daher mag ich auch unsere Kirchengemeinschaft, denn hier kann sich jeder aufgehoben fühlen. Ein wenig spürte man dies auch im Konfirmationsunterricht, doch leider hat uns Covid einen mächtigen Strich durch die Rechnung gemacht und obwohl sich alle sehr bemüht haben, den Unterricht so ‚normal‘ wie möglich zu gestalten, blieb uns halt nur ein Corona Konfirmationsunterricht mit all dessen Einschränkungen. Nichtsdestotrotz freue ich mich jetzt schon auf die Konfirmation, die ich hoffentlich unter normalen Umständen im Kreise meiner Familie, Freunden und unserer Gemeinschaft feiern kann.  

Auch von mir ein herzliches Grüß Gott! Und mein Name ist Florian Nehrer, somit der um 25 Minuten jüngere Bruder von Daniel, dafür bin ich der Größere von uns beiden. Selbstverständlich lebe auch ich in Ringendorf mit Hund und Katz und auch ich spiele sehr gerne Fußball. Unsere kirchliche Gemeinschaft ist mir nicht nur wegen unserem Herrn Pfarrer Brost ans Herz gewachsen, ich habe mich immer gut aufgehoben und geborgen gefühlt. Alle mit denen ich zu tun hatte, waren ausgesprochen nett und ich liebe die Geschichten, die erzählt wurden. Ich freu mich auf die Konfirmation und die hoffentlich maskenfreie Feier. 

Hallo, mein Name ist Daniel Atzwanger. Ich bin 15 Jahre alt, habe einen großen Bruder, wohne in Stockerau und gehe in Hollabrunn in die Schule. Meine Hobbies sind Eislaufen und Bogen schießen; doch am meisten Spaß macht es mir an irgendwelchen elektronischen Geräten herumzutüfteln. Für mich gehört zum christlichen Glauben eine Gemeinschaft, in der ich mich wohlfühle, ich selbst sein kann und mich mit anderen Menschen austauschen kann. In der Bibel gefällt mir die Geschichte von Jona, weil man sieht, dass Jona einen Fehler macht, Gott ihm vergibt und am Schluss alles gut ausgeht. Aufgefallen ist mir, dass immer eine fröhliche Atmosphäre in der Kirche herrscht. Am meisten hat mir im Konfiunterricht gefallen, dass wir Pizza gegessen haben und dass Christian so gut Geschichten erzählen kann. Es ist noch nicht genau geplant, wie ich meine Konfirmation feiern werde, jedoch hoffe ich, dass viele Verwandte und Freunde mit mir feiern. 

Mein Name ist Emil Petri, ich bin musikbegeistert und spiele gerne Orgel – unter anderem auch im Gottesdienst in Stockerau. Ich wohne seit 11 Jahren in Stockerau und kenne die Gemeinde seit dieser Zeit. Damals ist mir gleich zu Beginn die fehlende Pfeifenorgel aufgefallen. Ich habe mich sehr über den neuen Gemeindesaal gefreut, als er eröffnet wurde. 

Da der Konfikurs aufgrund der Coronapandemie nicht so gestaltet werden konnte wie normal, habe ich mich sehr gefreut, als es wieder einen Konfitag mit der ganzen Gruppe gab. Mir gefällt besonders am christlichen Glauben, dass nach diesem Leben noch eins bei Gott kommt. Meine Lieblingsgeschichte ist die Geschichte von Josef, da es mich fasziniert, dass man auch nach langer Zeit noch verzeihen kann. Meine Konfirmation werde ich mit meinen PatInnen und der Familie zuhause feiern. 

Ich bin Robin Szuczisch, 14 Jahre alt und wohne in Stockerau. Ich interessiere mich sehr für Spielautomaten und daher sind meine Hobbies Spielautomaten sammeln, bauen, reparieren und natürlich damit zu spielen. Andere Automaten wie Kaugummi- und Warenautomaten begeistern mich auch. Am christlichen Glauben gefallen mir die Feste, die Taufe und in der evangelischen Kirche die Konfirmation, bei der man sich selbst entscheiden kann, ob man sie machen möchte. Meine Lieblingsbibelgeschichte ist die Geschichte vom verlorenen Sohn, da sie zeigt, dass man jedem verzeihen kann und dass Gott wie der Vater in der Geschichte alle Menschen gleich gerne hat. An meiner Gemeinde gefällt mir, dass alle freundlich und hilfsbereit sind. Trotz der Coronaregeln während des Konfiunterrichts hat mir die Gemeinschaft sehr gut gefallen. Ich wünsche mir eine schöne Konfirmation mit meinen Freunden und meiner Familie. 

Hallo, mein Name ist Elisabeth Sillipp. Ich bin aus Stockerau und bin im Jahr 2007 geboren. Ich mache gerne Sport und spiele Baseball. Am christlichen Glauben gefällt mir, dass man besonders im evangelischen Glauben viele Freiheiten hat. Mir gefällt es auch, die Geschichten in der Bibel anzuhören oder zu lesen. Am meisten mag ich die Geschichte von der Arche Noah. Es geht darum, dass die Menschen den Tieren helfen, was wir heute auch machen sollten. Bei der Konfi-Gemeinschaft ist mir speziell der Zusammenhalt aufgefallen. Mir bleiben auf jeden Fall die anderen Konfirmandinnen und Konfirmanden in Erinnerung und bei den Gottesdiensten die Dekoration. Die kleinen Geschenke und die gute Gemeinschaft waren sehr nett. Ich wünsche mir, dass ich mit meiner Familie ohne Masken und mit ganz viel Freude meine Konfirmation feiere. 

Ich bin Christoph Wawruschka und wohne im schönen Stockerau. Als ich der Lutherkirche beigetreten bin, ist mir der starke Zusammenhalt der Gemeinde positiv aufgefallen und dass jeder freundlich aufgenommen wird. So kann man viel mehr erreichen. Mir gefällt die Weihnachtsgeschichte, da Jesus geboren wird und damit eine gute Zeit beginnt. Vom Konfi-Unterricht werden mir die gemeinsamen Spiele und die tolle Gemeinschaft in Erinnerung bleiben. Doch am besten fand ich die gemeinsamen Gottesdienste, die extra für uns Konfirmanden gefeiert wurden. Meine Konfirmation feiere ich mit meiner Familie im Gasthaus und dann mit einer Torte zuhause. 

Hey, ich heiße Alina Müller und gehöre zu den Konfirmandinnen 2021. Ich bin 14 Jahre alt und komme aus Goldgeben. Meine Hobbies sind Skateboard fahren und Videospielen mit meinen Freunden. Ich wurde als kleines Kind schon getauft, daher gehöre ich der evangelischen Gemeinde schon seit einigen Jahren an. Ich finde, dass unsere Gemeinschaft zusammen sehr stark ist, da jeder jeden unterstützt. Wir sind eine muntere und lustige Gesellschaft. Ich finde viele Bibelgeschichten interessant, aber am besten gefällt mir die Weihnachtsgeschichte, da ich neues Leben immer sehr schön finde. Ich fand unseren Konfikurs sehr nice; am schönsten war es, wenn wir alle beisammen waren und nicht in Gruppen. Alle haben sich gut verstanden und die Gruppenaufgaben gingen sehr gut. Ich hoffe, dass ich mit manchen nach der Konfirmation noch immer Kontakt habe. Ich freue mich schon darauf, mit meiner Familie die Konfirmation zu feiern – mit einem kleinen Ausflug nach Tulln. 

Ich heiße Karoline Lauermann und bin 14 Jahre alt. Ich wohne in Zissersdorf. Ich unternehme gern etwas mit Freunden und koche und backe auch gerne. Meine Lieblingsgeschichte aus der Bibel ist die Weihnachtsgeschichte, weil sie mir ein angenehmes, heimeliges Gefühl gibt. Mir ist an unserer Gemeinde aufgefallen, dass bei den Familiengottesdiensten viele Kinder sind. Vom Konfi-Unterricht werden mir die vielen Kerzen in Erinnerung bleiben. Ich finde es schön, wie aus vielen kleinen Lichtern, die nahe beisammenstehen, ein großes Licht wird. Mir haben auch die Mitkonfirmanden gefallen, weil alle sehr nett sind. Ich feiere meine Konfirmation gemeinsam mit meinem Cousin Tobias. 

Mein Name ist Paul Kuchler. Mein Hobby ist Springreiten und ich betreibe es seit 8 Jahren regelmäßig, außerdem habe ich ein eigenes Sportpferd. Am christlichen Glauben gefällt mir besonders, dass man an ein Leben nach dem Tod denkt. Ich verstehe nicht, warum viele Menschen das nicht tun und sich ängstigen. An unserer evangelischen Pfarrgemeinde schätze ich besonders die Offenheit gegenüber Menschen, die vielleicht gar nicht denselben Glauben haben wie wir. Vom Konfi- Unterricht bleibt mir vor allem das lockere, stressfreie Zusammensein in Erinnerung. Gut gefallen hat mir, dass der Konfi- Unterricht ganz anders aufgebaut ist wie eine Unterrichtsstunde in der Schule. Meine Konfirmation werde ich bei einem Essen mit meiner Familie feiern.   

Ich bin Tobias Lauermann. Ich wohne in Stockerau, angle gerne und spiele Computerspiele. Am christlichen Glauben gefällt mir das Nachdenken über Gott und wie man mit ihm umgeht. Meine Lieblingsgeschichte ist die von der Arche Noah. Ich finde sie toll, weil sie widerspiegelt, wie wichtig Tiere für die Welt sind und dass Gott alle Lebewesen liebt und sie beschützt. Die evangelische Gemeinde ist zumindest in Stockerau wirklich nett und es werden alle wertgeschätzt. Mir hat es gut gefallen als wir draußen gespielt haben und mir werden die gemeinsamen Essen vom Konfiunterricht in Erinnerung bleiben, weil es lustig war und vor allem mag ich Essen. Meine Konfirmation feiere ich mit meiner Cousine Karoline. Wir feiern ein Fest mit unseren ganzen Familien. 

Ich bin Dominik Karlovic und wohne in Spillern. Mein Hobby ist Fußball, obwohl ich auch gerne andere Sportarten betreibe. Am christlichen Glauben gefällt mir die Nähe zu Gott. Eine Geschichte aus der Bibel, die ich gerne habe, ist der Auszug aus Ägypten, bei dem Gott die Menschen in Sicherheit bringt. Bei unserer Gemeinde ist mir aufgefallen, dass jeder so respektiert wird, wie er/sie ist. Mir bleibt vom Konfirmandenunterricht gut in Erinnerung, dass wir oft im Kreis saßen und unser Pfarrer Geschichten aus der Bibel erzählt hat. Mir hat außerdem gefallen, dass wir gemeinsam gesungen haben. Meine Konfirmation feiere ich mit einer großen Gartenparty mit der Familie und Freunden. 

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Desmond Tutu

Menschen wie ihn braucht die Welt!

Desmond Tutu  wurde am 7. Oktober 1931 in Klerksdorf 200 km westlich von Johannesburg geboren.  

Im Alter von zwölf Jahren zog er mit seiner Familie nach Johannesburg, wo er sich sein erstes Geld mit dem Verkauf von Erdnüssen an Haltestellen und als Caddy auf Golfplätzen verdiente. Das Leben in Südafrika war damals für Schwarze schon schwierig und es wurde noch schlimmer. 

Apartheid, also Rassentrennung bzw. Rassendiskriminierung wurde im Jahre 1948 von der Nationalen Partei eingeführt, damit sich die 4.5 Millionen Weißen die Macht über 23 Millionen Schwarze sichern konnten. 

Schwarze bekamen eine schlechtere Ausbildung, sie wurden in Homelands abgeschoben, konnten sich nicht frei bewegen und versammeln und konnten ohne Gerichtsverfahren in Haft genommen werden. 

Eigentlich wollte Desmond Tutu immer Arzt werden. Aber seine Familie konnte es sich nicht leisten, und so trat er in die Fußstapfen seines Vaters und wurde Lehrer. Kaum war Tutu Lehrer geworden, führte die südafrikanische Regierung ein Gesetz ein, nach welchem schwarze Schüler eine schlechtere Ausbildung bekommen sollten als weiße. Dies war für ihn unvorstellbar und er beschloss, Priester zu werden. 

Desmond Tutu wurde auf die politische Bühne gehievt, als er – in rascher Folge – zum ersten schwarzen Dekan von Johannesburg (1975), zum anglikanischen Bischof des Nachbarstaates Lesotho (1976) und schließlich zum Generalsekretär des Südafrikanischen Kirchenrats (1978) gewählt wurde. 

Er sprach 1978 als Christ über seine vordringlichste Aufgabe, nämlich Gott zu verherrlichen. Und dass die Echtheit dieser Beziehung zu Gott ihren Lackmustest in der Beziehung zum Nächsten erfährt. Ja, man kann sagen, dass Desmond Tutu mit dem Evangelium nicht nur gepredigt hat, sondern sich auch an die politischen Eliten gerichtet hat und dabei immer das Evangelium heranzog. 

Er hat sich im Namen aller Kirchen Südafrikas unaufhörlich gegen Apartheid eingesetzt. Dabei war er inspiriert vom afrikanischen Geist des „Ubuntu“ („Ein Mensch ist nur ein Mensch durch andere Menschen“). Mit unglaublicher rhetorischer Begabung gelang es ihm immer wieder, den Schwarzen nicht nur Mut zu machen, an ihre Rettung und Befreiung zu glauben. Nicht nur in Südafrika war Desmond Tutu ein wichtiges Sprachrohr der Unterdrückten. Auch in anderen Staaten Afrikas, in Südamerika und sogar im Nahen Osten sprach er den Unterdrückten Mut zu, sowie er alle aufforderte, einander zu vergeben und gemeinsam am Frieden zu bauen. 

Euer Gott, er ist nicht weit weg, irgendwo im Himmel. Unser Gott, Euer Gott, ist hier. Euer Gott, unser Gott ist der vierte im Feuerofen. (Siehe AT, Daniel 3) Unser Gott, Euer Gott, wurde in einem Stall geboren. Euer Gott, unser Gott hat gesagt und sagt: „Ich liebe dich. Ich liebe dich so, als wärst du der einzige Mensch auf dieser Welt. Ich liebe dich so sehr, dass ich bereit bin, dir das Beste zu geben, was ich habe. Nicht dieses oder jenes. Ich gebe dir meinen eingeborenen Sohn. Ich liebe dich mit einer Liebe, die sich niemals ändert. Ich liebe dich mit einer Liebe, die ewig anhält. Ich liebe dich – und deshalb hänge ich für dich am Kreuz. Du bedeutest mir etwas. Du, Du und Du: Ich kenne Dich mit Namen. Ist das nicht wundervoll? … Wir haben einen wunderbaren Gott, der aber auch der schwache Gott ist. … Denn Gott kommt in unsere Situation. Schaut euch doch nur einmal an, was Gott mit Gottes Sohn gemacht hat. Wenn Du Gottes Liebling bist, dann wird Gott dafür sorgen, dass Du an einem Kreuz hängst. Gott fragt uns: “Willst du mir helfen? Willst Du mir helfen, die Welt zu retten?“… „Wollt Ihr mir helfen, die Hässlichkeit dieser Welt zu verwandeln? Bitte seid meine Partner. Wollt Ihr mir helfen, den Frieden dorthin zu bringen, wo jetzt Krieg herrscht? Wollt Ihr mir dabei helfen die Freude dort hinzubringen, wo jetzt Trauer herrscht?  … Wollt Ihr mir dabei helfen, dass meine Kinder erkennen, dass sie meine Kinder sind, dass wir zusammengehören, dass wir nur gemeinsam überleben werden, dass wir nur zusammen frei sein werden, dass wir nur gemeinsam menschlich sein können?“ 

(Aus einer Rede in Nicaragua 1989) 

Die Ausstrahlung, die von diesem Mann ausging, vor allem sein unerschütterlicher Glaube eines gewaltlosen Wandels, zog nun immer mehr weiße Südafrikaner in seinen Bann. Tutu predigte von einer Aussöhnung zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen. Er argumentierte, dass wenn der schwarze Mann nicht frei sei, es der weiße erst recht nicht sein könne, da dieser sonst in ständiger Angst vor dem schwarzen Mann leben müsse. Diesen Kreis zu durchbrechen, könne aber nur gelingen, wenn den Schwarzen ein gleichwertiges Leben ermöglicht werde. 

1984 erhielt Tutu den Friedensnobelpreis für die Führung im gewaltlosen Kampf zur Befreiung der unterdrückten schwarzen Mehrheit in Südafrika. In seiner Dankessrede rief er zu Frieden, Liebe und Brüderlichkeit zwischen allen Völkern der Welt, nicht nur Südafrikas auf. Diesen Gedanken hat er bis zum heutigen Tage aufrechterhalten. 

Der Höhepunkt nicht nur von Tutus Leben war sicherlich die Abschaffung der Apartheid Anfang 1990 und die ersten allgemeinen Wahlen 1994. 

Nelson Mandela war es, der Tutu 1995 bat, den Vorsitz der Wahrheits- und Versöhnungskommission zu übernehmen. Man hatte die Kommission ins Leben gerufen, um gemeinsam die schlimme Vergangenheit Südafrikas zu bewältigen. Kerngedanke war, dass es ohne Vergebung keine Zukunft gebe. Die Kommission hatte die Aufgabe, Beweismaterial zu Menschenrechtsverletzungen in Südafrika in der Apartheidzeit zwischen 1960 und 1994 zu sammeln und denjenigen Menschen zu verzeihen, die sich freiwillig zu Grausamkeiten bekannten. Auch nach Beendigung der Apartheid und der Einleitung eines Versöhnungsprozesses in Südafrika hat sich Tutu weltweit für gleiche Rechte aller Völker eingesetzt und in vielen Konfliktsituationen auch Einfluss üben können.  

Als dem Dalai Lama am 2. Oktober 2014 auf Veranlassung von Präsident Jacob Zuma, wie schon einmal zuvor die Einreise nach Südafrika verweigert wurde, wo er an einem Treffen der Friedensnobelpreisträger aus aller Welt teilnehmen wollte, übte Tutu heftige Kritik an der südafrikanischen Regierung: „Ich schäme mich, dass ich diesen Haufen Speichellecker meine Regierung nennen muss.“ 

Im Jahr 2013 erklärte er bei einer UN-Veranstaltung, der „UN Free and Equal Campaign“ in Kapstadt, er weise „religiöse Rechtfertigungen homophober Vorurteile“ zurück. Er würde „keinen Gott verehren, der homophob ist“, sondern „lieber zur Hölle fahren, als einen homophoben Gott zu verehren“. Er sehe den Kampf gegen Homophobie als genauso bedeutend an wie den Kampf gegen die Apartheid.  

„Auf der ganzen wunderbaren Welt ruft Gott uns, Sein Reich des Schalom – des Friedens und der Ganzheit -, der Güte, des Mitgefühls, der Fürsorge, des Teilens, des  Lachens, der Freude und der Versöhnung auszudehnen.  Gott verklärt die Welt genau in diesem Augenblick durch uns, weil Gott an uns glaubt und uns liebt. Was kann uns von der Liebe Gottes scheiden? Absolut nichts.“ (Aus: Gott hat einen Traum) 

Irmi Lenius 

Zu empfehlende Bücher

Gott hat einen Traum  ISBN 3-7205-2528-7  

Gott ist kein Christ  ISBN978-3-8436-0201-3 

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Geistliches Wort

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Während ich diese Zeilen schreibe, wächst mit dem Erwachen der Natur die Hoffnung auf das langsame Auslaufen der Pandemie und auf einen Neuanfang in Richtung auf ein Leben mit dem Virus – jedoch mit immer weniger Angst und Abschottung.

Ich finde, wir haben insgesamt Glück gehabt mit dem Krisenmanagement unserer Regierung. Sehr schade ist es, dass der anfängliche Schulterschluss aller Betroffenen bei der Pandemiebekämpfung nicht durchgehalten werden konnte: der übliche politische Diskurs hat wieder Fahrt aufgenommen. Zusätzlich erschweren Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker mit ihren Aktionen die Bekämpfung der Pandemie.

Der Arzt und Psychotherapeut Joachim Bauer schreibt in seinem lesenswerten Buch ‚Fühlen, was die Welt fühlt‘: „Jede Großgefahrenlage ist ein Nährboden für Menschen, die der Welt immer schon misstrauisch gegenüberstanden und dazu neigen, hinter jedem Missgeschick oder Unglück geheime Mächte am Werk zu sehen. Krankheiten, Seuchen und Klimawandel sind aber weder eine Strafe Gottes noch das Werk böser Mächte, noch sind sie bösartige Erfindungen, um damit düstre Ziele verfolgen zu können. Menschen neigen dazu, hinter großen Ereignissen große Ursachen zu vermuten. Dies ist richtig und falsch zugleich. 

Falsch ist die Annahme, dass geheime böse Mächte im Spiel sind… 

Richtig ist: Die eine große Ursache, mit der wir das Risiko weiterer Epidemien, die durch Keime aus dem Tierreich ausgelöst werden, erhöhen, ist die Zerstörung der natürlichen Rückzugsräume der Tierwelt.“

Ich hoffe sehr, dass die Weltgemeinschaft ein paar wichtige Erkenntnisse, die uns in der Zeit der Pandemie zugewachsen sind, hinüberrettet in den neuen Alltag mit Corona: das Bewusstsein, wie kostbar und wenig selbstverständlich das Leben und die Gemeinschaft mit anderen sind; die Erkenntnis, dass das Sein viel wichtig ist als das Haben und der Konsum und schließlich den Willen individuell und miteinander größere Anstrengungen zu unternehmen, um Natur und Klima – und damit auch uns – wirksamer zu schützen (siehe obiger Abschnitt!). 

Ich weiß nicht, was Sie für sich aus der Coronazeit mitnehmen, ich erinnere mich gerne an die Familiengottesdienste zu Weihnachten und Ostern im Park des Belvedereschlössls, die Osternacht auf dem Friedhof, die bewegenden Gottesdienste mit unseren Konfirmanden, die vielen ZOOM Sitzungen, die Podcasts und Telefonate und manches seelsorgerliche Gespräch mit bewegender Nähe trotz Maske und Abstand. 

Dankbar bin ich, dass sich unser pfarrliches Miteinander in dieser schwierigen Zeit bewährt hat und der Lebensraum, den wir gemeinsam anbieten, Menschen Halt, Trost und Hoffnung gegeben hat. Als Gemeinschaft freuen wir uns schon darauf, ein Fest des Lebens miteinander zu feiern, sobald das wieder möglich ist; einander wieder ins Gesicht schauen zu können und beim Abendmahl oder dem Segen Hand in Hand zusammenzustehen…

Nutzen wir den Sommer zur Entspannung, um Kräfte zu sammeln und neuen Mut zu fassen – getreu dem Leitspruch unserer Pfarrgemeinde: ‚Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit!‘

Einen schönen, erholsamen Sommer und einen guten Neuanfang im September wünscht Ihnen

Ihr Pfarrer Christian Brost

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Worauf ich mich freue

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Heute ist der 7. Mai, in zwei Wochen werden Gastronomie, Kultur, Sport u.a. wieder zugänglich sein. Zumindest in einem gewissen Ausmaß.

Wenn Sie diese Zeilen lesen, mag sich das, worauf ich mich da freue, schon wieder ziemlich „normal“ geworden sein, wenn uns nicht Corona noch böse dazwischengefunkt hat. Doch heute, kurz vor dem erhofften Ende einer langen Zeit unter ungewohnt eingeschränkten Lebensbedingungen, möchte ich nur nach vorne blicken.

Schmerzlich vermisst

Es sind vor allem lieb und wichtig gewordene Rituale, die ich so vermisst habe: Konzert-, Theater- und Kabarettabende, der Besuch von Museen, aber auch von Fußballspielen meiner Rapid, Restaurantbesuche mit Familie und Freunden… 

Es ist mir bewusst geworden, dass der Stellenwert von gewohnten Fixpunkten im Alltag nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Und gleichzeitig denke ich mir, dass dieses Vermissen irgendwie gepaart ist mit einem Anspruchsdenken, das mir eigentlich überhaupt nicht zusteht. Wer bin ich denn, Konzerte mit den Wiener Philharmonikern zu vermissen, während in Indien liebe Freunde mit dem materiellen und gesundheitlichen Überleben kämpfen?

Ohne Dankbarkeit keine Vorfreude

Vielleicht dient es ja nur der Gewissensberuhigung, doch auch bei nüchterner Betrachtung ist Dankbarkeit geboten für all das, was mich durch diese Pandemiezeit gebracht hat: ein harmonisches schönes Zuhause, ein sicherer Arbeitsplatz, ein vergleichsweise leichter Verlauf meiner Corona-Erkrankung, alle die Möglichkeiten, die liebgewordenen Rituale zumindest ein wenig zu ersetzen…

Und da sind wir auch schon beim Punkt! 

  • Was haben wir uns über die Videomeetings erregt, die doch nie ein persönliches Treffen ersetzen können? – Ja eh, aber was für ein Privileg, zumindest auf diese Weise miteinander kommunizieren zu können.
  • Was haben wir uns nicht über die geschlossene Gastronomie beklagt, deren Besuch für viele von uns zu einem Fixpunkt sozialen Lebens geworden ist? – Ja eh, aber was für ein Privileg, in einem Staat zu leben, in dem die Lebensmittelversorgung nie gefährdet war (selbst Toilettenpapier war ausreichend vorhanden!), und dann gibt es auch noch Botendienste, die uns das Essen bis zur Haustüre bringen.
  • Was haben wir nicht geklagt, dass wir in unserer Reisefreiheit so eingeschränkt waren, und wir hätten doch so dringend wieder einen Ortswechsel benötigt und uns so gerne am Meer erholt? – Ja eh, aber wer von uns hatte kein Dach über dem Kopf, konnte nicht an die frische Luft gehen oder gar seine Zeit in einem Garten verbringen?
  • Und wie viel von den Dingen, die uns wichtig und wertvoll sind, hatten wir zumindest in einer alternativen Form dennoch weiterhin zur Verfügung? Ein Gottesdienst, wenn auch mit Maske und ohne Gesang; ein Konzert im Fernsehen, wenn auch nicht in der Atmosphäre des Konzertsaals; ein Treffen mit Freunden, wenn auch nur in kleiner Runde und „nur“ im Freien?

Zumindest viele von uns – und ich einmal ganz bestimmt – haben allen Grund zur Dankbarkeit! Versetzen wir uns gedanklich nur einmal kurz an einen anderen Fleck auf dieser Erde, wo die Corona-erkrankten Menschen vor dem Spital ihren Tod erwarten, weil es darinnen keinen Platz für sie gibt … 

Natürlich hat es manche von uns hart getroffen, und auch ich habe einen Corona-Todesfall in meinem Bekanntenkreis zu beklagen – und das ist wahrlich schlimm genug -, doch insgesamt betrachtet … 

Das Gewohnte wird besonders

Wie viele tolle Konzerte habe ich schon gehört! Vielleicht sogar schon zu viele, um den Wert jedes einzelnen noch richtig schätzen zu können. Ja, ich habe so manche Konzerte auf Internet-Plattformen mit tollem Bild und Ton „erlebt“, aber mir ist sehr bewusst geworden: Das gemeinsame Erleben vor Ort, die Einzigartigkeit des Live-Erlebnisses, die Atmosphäre des Vor-Ort-Miterlebens – all das kann ein Konzert zu Hause vor dem Bildschirm nicht (oder nur sehr eingeschränkt) bieten. Ich kann es kaum erwarten, beim ersten Konzertbesuch nach langer Zeit dies alles wieder zu spüren – und ich bin sicher, ich werde das schätzen und genießen wie schon lange nicht mehr!

Wie oft war ich schon in Restaurants essen, und kulinarisch werde ich zu Hause wahrlich sehr verwöhnt, aber wie freue ich mich schon auf einen Familientreff bei „meinem Vietnamesen“ in Wien – und ich bin mir sicher, ich werde dieses Essen genießen wie schon lange nicht mehr!

Wie toll waren unsere Gottesdienste unter all den einschränkenden Bedingungen, und wie sehr freue ich mich auf den ersten Gottesdienst ohne Masken, mit Gesang – und bald mal wieder mit einer Umarmung lieber Freundinnen und Freunde!

Ja, das ist es, was immer so „gewohnt normal“ war und auf einmal ganz besonders klingt: einem Menschen wieder die Hand zu geben, ihn zu umarmen, ihn abzubusseln … das habe ich vielleicht am meisten von allem vermisst, und darauf freue ich mich am meisten. Es wird ganz besonders sein!

Andreas Andel

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